22. NOVEMBER 2017

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Verlockende Möglichkeiten


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Greifer – Das Spektrum elektrischer Greifsysteme reicht vom einfachen Greifer als Pneumatik-Alternative über Greifer mit integrierter Intelligenz bis hin zu adaptierbaren, mechanischen Greifern, die sich mit einer Vielzahl von Motoren und Funktionalitäten ausstatten lassen.
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Mit elektrisch angetriebenen Greifsystemen ist es wie mit der digitalen Fotografie: Wer einmal die verblüffenden Möglichkeiten der neuen Technologie kennengelernt hat, kommt kaum mehr davon los. Mechatronische Greifmodule bieten Anwendern und Konstrukteuren viele Möglichkeiten. Aus der modernen Automation sind sie daher nicht mehr wegzudenken. Einer der bekanntesten Hersteller solcher Greifsysteme ist Schunk. In den industrietauglichen Automationsmodulen vereinen sich nach Angaben des Lauffener Familienunternehmens konstruktives, feinmechanisches und mechatronisches Know-how zu intelligenten und sensiblen Kraftpaketen – und das auf engstem Raum. Mechatronik ist für Schunk dabei kein Dogma, das Unternehmen sieht sich als Problemlöser, der Pneumatik und Mechatronik effizient unter einem Dach bündelt. Anwender sollen so erhebliche Synergien generieren können.

Wie eine solche Synergie aussehen kann, zeigt der elektrisch angetriebene Kleinteilegreifer EGP, den Schunk erstmals auf der Motek vorstellen wird. Er ist die mechatronische Alternative zum pneumatisch angetriebenen Miniatur-Parallelgreifer MPG-plus und basiert auf derselben Plattform. Was sich mechanisch bei pneumatischen Greifern bewährt hat, überträgt Schunk 1:1 auf die mechatronischen Module. Bezüglich der Mechatronik konzentriert sich der EGP aufs Wesentliche und stellt nur geringe Anforderungen an die Anwender. Auf diese Weise möchte Schunk die Hemmschwelle senken, die bislang vom Einsatz mechatronischer Module abhielt. Der Greifer lässt sich zum Beispiel über den Sensorverteiler digital ansteuern.

Verglichen mit am Markt erhältlichen elektrisch angetriebenen Kleinteilegreifern, hält der Pick & Place-Helfer EGP ein hohes Tempo bei hoher Greifkraft. Dazu ist er, wie sein pneumatisches Pendant, mit einer leistungsfähigen Kreuzrollenführung ausgestattet, die einen sehr hohen Wirkungsgrad gewährleistet. Das macht den EGP laut Schunk zu einem dynamischen und leistungsfähigen Experten für anspruchsvolle Pick & Place-Anwendungen.

Der EGP hat viel mit dem MPG-plus gemeinsam. Dessen Sensorik lässt sich komplett auf den EGP übertragen und vorhandene Anlagen schnell von pneumatischen auf mechatronische Greifer umstellen. Um die Flexibilität beim Anlagendesign zu erhöhen, ist der EGP auf unterschiedliche Weise zu befestigen. So kann er sowohl seitlich als auch bodenseitig durch- und angeschraubt werden. Zudem hat Schunk bei dem mechatronischen Modul konsequent auf Leichtbau gesetzt: Am Greifergehäuse wurde überschüssiges Material eingespart und im Inneren senken Komponenten aus einem speziellen Hochleistungsaluminium das Gewicht.

Davon profitieren die Dynamik und die Energieeffizienz der übergeordneten Anlage. Ohne dass größere Störkonturen entstehen, lassen sich über einen integrier- und programmierbaren Magnetschalter zuverlässig zwei Positionen abfragen, beispielsweise »Auf« und »Zu«. Darüber hinaus können die Ausschaltpunkte programmiert werden, wodurch die Prozessstabilität weiter steigt. Selbst bei sehr kleinen Hüben sind auf diese Weise eine zuverlässige Positionsabfrage und eine Detektion unterschiedlicher Werkstückgrößen möglich.


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:K 07/2011
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