18. NOVEMBER 2017

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Ein hartes Leben im Wind


Industrieelektronik

Kabel – Torsion, Abrieb, Extremtemperaturen: Leitungen in Windenergieanlagen müssen vielen widrigen Umständen widerstehen. Für seine Anlagen setzt Hersteller W2E Wind to Energy darum auf Kabel und Leitungen von Helukabel.
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Tagtäglich werden auf der gesamten Welt neue Windkraftanlagen errichtet – die Branche boomt. Dementsprechend voll sind die Auftragsbücher der W2E Wind to Energy GmbH in Rostock. Einer der erfahrenen Ingenieure und gleichzeitig Mitgründer ist Dr. Torsten Schütt, Head of Electrical Engineering: »Überall wo es um die Erzeugung von Strom geht, kommen Kabel und Leitungen eine Schlüsselrolle zu. Die von uns geplanten Windkraftanlagen bewegen sich mittlerweile im Bereich von vier Megawatt. Da kommen mehrere tausend Ampere Stromstärke zusammen. Dafür benötigen wir die entsprechende Verkabelung – für den Stromtransport, aber auch für viele weitere Anwendungen.«

Der Windanlagenbauer benötigt dazu zum Beispiel Steuer-, Daten- oder Kommunikationsleitungen. In nahezu allen Fällen arbeitet W2E mit Helukabel als Zulieferer zusammen. Alle Leitungen haben dabei eines gemeinsam, wie Uwe Schenk, Global Segment Manager Wind von Helukabel, anmerkt: »In Windkraftanlagen werden Leitungen richtig gefordert. Unsere Produkte müssen daher eine große Bandbreite von Anforderungen wie Torsionsfestigkeit oder Umweltbeständigkeit erfüllen. Wir stellen durch aufwendige Testverfahren sicher, dass sie denen gewachsen sind.«

Besonderen Wert legt Helukabel hierbei auf Langlebigkeit. »Windkraftanlagen sind auf eine Laufzeit von mindestens 20 Jahren und mehr ausgelegt«, sagt Torsten Schütt. »In dieser Zeit darf es leitungsseitig zu keinen Ausfällen kommen.«

Besonders im Fokus der Kabelexperten steht dabei der sogenannte Kabel-Loop. Dieser stellt sicher, dass sich die Gondel samt Rotorblättern in die von der Windrichtung abhängige, optimale Stellung drehen kann. Durch diesen Vorgang wirken starke Kräfte auf die Leitungen. »Natürlich versuchen wir durch die Konstruktion, die Torsion möglichst gering zu halten«, sagt Schütt. »Es lässt sich allerdings nicht ausschließen, dass sich Leitungen bis zu vier Mal um die eigene Achse verdrehen.«

Uwe Schenk von Helukabel ergänzt: »Bei ungeeigneten Kabeln wären Schlaufenbildung, Aderbrüche und Materialabrieb die Folge. Das würde zu Anlagenstillstand und teuren Wartungen führen.« Spezielle Loop-Kabel wie die WK-Serie von Helukabel halten das aus. Als belastbare Kupferleitungen der Klasse 5 und 6 sind sie mit einer speziellen Verseilung der einzelnen Litzen ausgestattet. Als Isolationswerkstoff für die Aderisolation und den Mantel werden spezielle, hochabriebfeste Materialien eingesetzt.

So halten die Leitungen mindestens 18.000 Torsionszyklen aus. Das ist deutlich mehr als die maximal 15.000 Zyklen, die eine Windkraftanlage innerhalb ihrer Lebensdauer benötigt. »Um diese Standfestigkeit zu garantieren, steht in unserem Werk Windsbach ein maßstabsgetreuer Testturm«, sagt Schenk. »Der Loop in diesem Gittermast ist exakt so aufgebaut wie in Windkraftanlagen.«


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Ausgabe:
:K 08/2017
Unternehmen:
Bilder:
Karsten Würth
Helukabel
W2E

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