18. NOVEMBER 2017

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Induktionsanwärmanlagen nach Doppelpunkt-Verfahren


Das von TM Induction Heating neu entwickelte Doppelpunkt-Verfahren für Induktionsanwärmgeräte erhöht die Qualität metallischer Werkstücke, die eine runde, geschlossene Form mit einer mittleren Öffnung bilden – zum Beispiel Wälzlager.

Während des gesamten Erwärmungsprozesses wird die Temperatur sowohl am inneren als auch am äußeren Ring kontrolliert und die Leistung der Anwärmanlage angepasst, sodass das optimale Temperaturverhältnis gewährleistet wird und die Entstehung mechanischer Spannungen und somit Beschädigungen am Werkstück ausgeschlossen werden.

Klassische Induktionsanwärmgeräte besitzen einen geregelten Erwärmungsprozess bei welchem lediglich die Temperatur des inneren Rings eines Wälzlagers kontrolliert wird. Die Temperatur des äußeren Rings wird dabei außer Acht gelassen. Das birgt die Gefahr, dass sich beide Ringe nicht gleichmäßig zueinander erwärmen Wenn der innere Ring im Vergleich zum äußeren Ring zu schnell erwärmt wird, kann dies zu großen mechanischen Spannungen zwischen den beiden Ringen führen. Der innere Ring dehnt sich durch die Erwärmung aus und der äußere Ring passt sich durch seine verhältnismäßig niedrige Temperatur dieser Ausdehnbewegung nicht an. Schäden wie Risse, Belastungsfrakturen oder Lagerlochfraß mögen Anfangs gegebenenfalls unbemerkt bleiben, verkürzen in Endeffekt jedoch die Lebenszeit des Werkstücks deutlich.

Diesem Problem wurde bis heute Sorge getragen indem man anhand von Erfahrungswerten die Erwärmungszeit des inneren Ringes reguliert hat, in der Hoffnung, dass die Wärme aus dem inneren Ring schnell genug auf den äußeren Ring übertragen wird (Rampen-Prinzip). Da diese Methode eine nachweisliche Qualität des Werkstücks nicht sichert, ist dieses Verfahren aus Sicht der Qualitätskontrolle ungeeignet, vor allem da jegliche Größenunterschiede der Werkstücke zu einer anderen optimalen Erwärmungszeit führen.

Angesichts steigender Qualitätsansprüche auf dem Weltmarkt hat TM Induction Heating eine Lösung für dieses Problem entwickelt. Durch Doppel-Temperatur-Messungen wird nicht nur die Temperatur des Innen-, sondern auch des Außenrings bei der Erwärmung kontrolliert und der Erwärmvorgang durch die Induktionsanlage automatisch angepasst (Doppelpunkt Verfahren). So kann das optimale Temperaturverhältnis während des gesamten Erwärmungsprozesses gewährleistet und dokumentiert werden. Dies führt im Endeffekt zu einer deutlich verlängerten Lebenszeit und einer dokumentierten Qualitätskontrolle im Herstellungsprozess. Zusätzlich wird auch ein optimales Verhältnis zwischen Erwärmungszeit und Stromverbrauch sichergestellt.

Datum:
15.07.2016
Unternehmen:
Bilder:
i-Technik Geräte für Produktion

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