18. NOVEMBER 2017

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Hydraulikfreie Lösung für automatisiertes Spannen


Für Anwendungen, die eine ölfreie Werkzeugspannung erfordern, hat Römheld neue elektromechanische Keilspannelemente entwickelt. Sie zeichnen sich durch große Flexibilität, hohe Spannkräfte und programmierbare Antriebe aus.

Die elektromechanischen Keilspannelemente eignen sich für den vielfältigen Einsatz überall dort, wo auf Hydrauliköl verzichtet werden soll: etwa bei rein elektrischen Maschinen, in der Lebensmittelindustrie und in Reinräumen. Da alle Funktionen elektrisch überwacht werden, lassen sich die neuen Komponenten zudem ideal in Automatisierungslösungen einbinden.

Wie die hydraulisch betriebene Schwesterversion sind auch die elektromechanischen Keilspanner doppeltwirkend und setzen sich aus einem Führungsgehäuse mit Spannbolzen zusammen. Für die 24 Volt-Variante wurden die Haltekräfte deutlich gesteigert: Bei einer Stromaufnahme von nur 3,8 A sind bis zu 240 kN möglich. Damit eignen sich die Spannelemente besonders für Anlagen, bei denen Werkzeuge und Formen auf kleinem Raum mit hohen Spannkräften fixiert werden müssen.

Hub und Spanngeschwindigkeit frei programmierbar



Dank programmierbarer Standardantriebe können die Spann- und die Löseposition des Bolzens bis zum maximalen Hubwert von 25 mm frei festgelegt werden. Ebenfalls wählbar ist die Geschwindigkeit, mit der der Spannbolzen fährt. Selbst bei einer Unterbrechung der Energieversorgung ist das Werkzeug dank der mechanischen Selbsthemmung des Keilspannelements sicher fixiert. Die Antriebsprogrammierung einschließlich der zuletzt eingegebenen Werte bleibt bei einem Stromausfall ebenfalls erhalten.

Eine einfache Schnittstelle über steckbare Motor- und Steuerkabel erleichtert die Installation. Im Lieferumfang ist zudem ein Steuermodul enthalten, das die Verbindung zu einer externen SPS-Steuerung ermöglicht.

Elektrische Überwachung für mehr Sicherheit



Für die hohe Betriebssicherheit sorgt neben den selbsthemmenden Eigenschaften eine elektrische Kontrolle der Spannkraft und der Lage des Bolzens. Die Positionsüberwachung ist platzsparend in den Antrieb integriert und zeigt an, ob sich der Bolzen in der Grundstellung befindet oder ausgefahren ist. Die Datenerhebung in Verbindung mit dem programmierbaren Antrieb erlaubt einen vollautomatischen Betrieb und macht den Keilspanner zu einem optimalen Industrie 4.0-Element.

Hohe Flexibilität schafft vielfältige Einsatzmöglichkeiten



Zahlreiche Standardausführungen und Ausstattungsmöglichkeiten ermöglichen den Einsatz des Keilspanners bei einer Vielzahl von Anwendungszwecken. So eignet sich das Spannelement beispielweise für Werkzeuge mit unterschiedlichen Spannrandhöhen und Anschraubmaßen nach Euromap-Norm oder individuellen Vorgaben.

Datum:
22.07.2016
Unternehmen:
Bilder:
Römheld

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