23. MAI 2018

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Druckluftmotoren für Schuster


Der Druckluftmotorenspezialist Deprag Schulz hat gemeinsam mit der Vektor-Gruppe ein Robotersystem mit einem Fräsmotor entwickelt, welches in der Schuhherstellung zum Einsatz kommt. Ein russischer Freizeitschuhhersteller nutzt diese interessante Kombination bereits und ist begeistert.

Wurden die Schuhe in der vorindustriellen Zeit rein handwerklich vom Schuhmacher gefertigt, erfolgt die heutige Schuhproduktion zum Großteil industriell. Jedoch ist auch hier der manuelle Arbeitsanteil immer noch sehr hoch und von großer Bedeutung. Der Herstellungsprozess gliedert sich dabei in drei Hauptbereiche: Entwicklung und Design, Schaftfertigung und den eigentlichen Schuhbau. 

Zunächst wird der Schuh als Zeichnung geschaffen, Schablonen für die einzelnen Schaftteile erstellt und der Leisten gefertigt. Der Leisten ist die Innenform, auf der der Schaft hergestellt und mit dem Schuhboden verbunden wird. Anschließend werden die verschiedenen Teile für den Schuhschaft ausgeschnitten und zum Schaft zusammengeklebt oder genäht. Der untere Rand des Schafts wird dabei breiter gehalten, damit er später unter der Innensohle befestigt werden kann. Nun erhält der Schuh die Innensohle, die sogenannte Brandsohle. Sie ist das Bodenteil, auf dem beim fertigen Schuh der Fuß steht. Um die Brandsohle herum gruppiert sich der restliche Schuh: oben wird der Schaft angebracht, unten die Laufsohle.

Der Zusammenbau des Schuhs erfolgt auf dem formgebenden Leisten. Der Schaft wird übergezogen und darunter die Brandsohle befestigt. Um Schaft und Schuboden miteinander zu verbinden, gibt es verschiedene Verfahren: in der industriellen Fertigung wird meist verklebt oder genäht. Damit die beiden Sohlen fest miteinander verbunden sind, wird bei einigen Schuhherstellern die Brandsohle am Rand etwas angeraut, damit eine perfekte Adhäsion entsteht. Die raue Fläche muss allerdings über die gesamte Länge identisch sein und überall die gleiche Tiefe haben – von Menschenhand auf Dauer unmöglich umzusetzen. Abhilfe schafft hierfür die Vektor-Gruppe mit ihrer Anlage. In enger Zusammenarbeit mit dem Druckluftmotorenspezialist Deprag wurde ein Robotersystem mit einem langlebigen Fräsmotor für ein schnelles und präzises Ergebnis entwickelt.

Oberflächenanrauung per Fräsmotor

Die Deprag Druckluftmotoren für Spezialanwendungen eignen sich bestens für die perfekte und dauerhaft gleichbleibende Oberflächenanrauung der Brandsohle. Für die Anbindung an einen Roboter ist der Deprag Fräsmotor 27-030 in Verbindung mit einer Schleifscheibe die erste Wahl. Die langlebigen Fräsmotoren mit einer hohen Laufgenauigkeit sind platzsparend und arbeiten leistungsstark in einem hohen Drehzahlbereich. Sie sind in der Leistungsklasse von 400 Watt und einem Drehzahlbereich von bis zu max. 20.000 Umdrehungen pro Minute erhältlich. Die Kombination aus flexiblem Roboterarm und dauerhaft konstanter Drehzahl des Druckluftmotors sorgt für ein optimales Resultat und erhöht zudem die Arbeitsproduktivität.

Der Druckluftlamellenmotor funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Das Arbeitsfluid Druckluft setzt den in einem exzentrischen Zylinder umlaufenden Rotor in Bewegung. In seinen Schlitzen stecken Lamellen, die durch die entstehende Zentrifugalkraft nach außen gegen die Zylinderwand gedrückt werden. Auf diese Weise bilden sich Arbeitskammern für die sich ausdehnende Druckluft. In der Folge wandelt sich über die Expansion der komprimierten Luft die Druckenergie in kinetische Energie – die Drehbewegung entsteht.

Ein innovativer russischer Freizeitschuhhersteller hat die Kombination Roboter und Deprag Fräsmotor im Einsatz und ist begeistert vom Ergebnis: "Wir hatten immer wieder mit Verbindungsproblemen von Brand- und Laufsohle zu kämpfen, um an jeder Stelle den optimalen Halt zu gewährleisten. Der Fräsmotor mit der hohen Laufgenauigkeit und dazu noch die Bedienung durch den Roboter ermöglichen nun die perfekte Anrauung der Oberfläche und die Schuhherstellung erfährt eine weitere Optimierung." 

Datum:
08.02.2018
Unternehmen:
Bilder:
Deprag Schulz
Deprag Schulz

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