26. MAI 2016

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ContiTech erfolgreich gegen chinesische Plagiate


Gefälschte Antriebsriemen: Dem hannöverschen Spezialisten für Kautschuk- und Kunststofftechnologie ContiTech ist es gelungen, einem großen chinesischen Hersteller die Produktion gefälschter Antriebsriemen nachzuweisen.

Gegen das Unternehmen Taizhou Fuju Rubber Belt Manufacture Co. Ltd. wurde eine Ordnungsstrafe verhängt. »Dies ist ein großer Schritt in der Verfolgung von Plagiatsfällen, da wir erstmals direkt den Hersteller ausfindig machen konnten. Oft werden lediglich Händler und Importeure zur Verantwortung gezogen und die Produzenten der Kopien bleiben unerkannt«, berichtet Helmut Engel, Leiter Automotive Aftermarket der ContiTech Power Transmission Group.

Den entscheidenden Hinweis hatte ContiTech von einem Kunden erhalten. Bei der Durchsuchung der südlich von Shanghai gelegenen Firmenzentrale von Fuju Rubber hat die lokale Aufsichtsbehörde größere Mengen gefälschter Keilrippenriemen sowie Verpackungen mit ContiTech-Aufdruck sichergestellt. Darüber hinaus wurden weitere nachgemachte Antriebsriemen mit der Kennzeichnung eines führenden japanischen Automobilherstellers beschlagnahmt. »In Zukunft werden wir im Kampf gegen Produktpiraterie verstärkt mit unseren Kunden zusammenarbeiten«, kündigt Engel an. »Ausschlaggebend für diesen Erfolg war außerdem unser schnelles Handeln. Bereits wenige Tage, nachdem der Verdacht geäußert wurde, konnte die Beschlagnahme erfolgen.«

ContiTech verfolgt beim Schutz vor Plagiaten ein ganzheitliches Konzept aus organisatorischen, technischen, rechtlichen und kommunikativen Maßnahmen. Unter anderem ist das Unternehmen auf Messen im Hinblick auf Produkt- und Markenschutz aktiv. Gemeinsam mit dem Verein freier Ersatzteilemarkt e.V. (VREI) hat der Kautschukspezialist zum Beispiel auf der Automechanika 2008 aufgeklärte Plagiatsfälle ausgestellt. Besuchern und Medien wurden die technischen Unterschiede zwischen Original und Fälschung vorgeführt, um auf die Problematik nachgeahmter Produkte aufmerksam zu machen.

Bereits im Jahr 2007 hat ContiTech zwei große Erfolge gegen Produktpiraterie erzielt: Rund 20.000 gefälschte Antriebsriemen und Verpackungen mit ContiTech-Aufdruck wurden in Malta vom Zoll sichergestellt und nach gerichtlicher Freigabe zerstört. In Taiwan wurden ein Händler und ein Generalimporteur zu Schadenersatzzahlungen verpflichtet. Das Gericht hatte sie für den Handel mit rund 4.500 gefälschten Keilrippenriemen sowie zirka 13.000 nachgeahmten Leerverpackungen im ContiTech-Design verantwortlich gemacht.

Anlässlich des aktuellen Falles warnt ContiTech Ersatzteilhändler und Kfz-Werkstätten noch einmal eindringlich vor gefälschten Antriebsriemen. In der Regel besitzen Plagiate nicht die gleiche Material- und Verarbeitungsqualität wie ContiTech-Antriebsriemen. Reißt ein Riemen, könnte ein teurer Motorschaden die Folge sein.

Auch die volkswirtschaftlichen Schäden sind immens. Laut OECD entsteht durch gefälschte Produkte jährlich ein weltweiter Schaden für die Wirtschaft in Höhe von 150 Milliarden Euro. Für Deutschland bedeutet dies entsprechend des Anteils am Welthandel einen Verlust von 15 Milliarden Euro. www.contitech.de

Datum:
28.08.2009
Unternehmen:
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