25. MAI 2016

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Griffige Maschine


Maschinenelemente

Normteile – An einer High-End-Maschine muss jedes Teil stimmen. Bei einem speziellen Griff für ihre Bedieneinheiten konnte sich der Maschinenbauer Hermle auf das Know-how des Normteilespezialisten Ganter verlassen. von Michael Kleine
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Viele Länder haben ihr Aushängeschild: die Niederländer ihre Tulpen, die Schweizer ihre Konten, die Italiener Pizza und Sportwagen, und bei Deutschland denkt man schnell an qualitativ hochwertige Maschinen »Made in Germany«. Im Bereich der Werkzeugmaschinen gehört hier Hermle aus Gosheim nach Meinung vieler zu den absoluten Top-Adressen. Aus kleinen Anfängen kurz vor dem Zweiten Weltkrieg hat sich das Unternehmen vom Drehteilehersteller zum Maschinenfabrikanten entwickelt.

»Gosheim auf der Schwäbischen Alb ist die deutsche Hochburg für Drehteile«, erläutert dazu Udo Hipp, Marketingleiter und schon seit über 20 Jahren bei Hermle aktiv. »Berthold Hermle hat Mitte der 50er-Jahre Zentrifugalmaschinen ins Programm aufgenommen und bald darauf die ersten Fräsmaschinen. Und nach schwäbischer Art hat er die Idee selbst in die Tat umgesetzt.« Mitte der 70er-Jahre stieg Hermle mit als Erster in den neuen Bereich der Universalfräsmaschinen ein, und heute bilden anspruchsvolle und weltweit bedienbare Bearbeitungszentren das Herz des Hermle-Sortiments.

Nach Höhenflügen und schweren Krisen hat sich Hermle sehr gut konsolidiert, und die Auftragsbücher sind bestens gefüllt. »Wir konzentrieren uns heute auf unser Kerngeschäft, also die fünfachsigen Maschinen mit drei Achsen im Werkzeug und zwei im Werkstück. Das Konzept wurde anfangs belächelt, ist aber mittlerweile die Grundlage bei fast allen Fräsmaschinenbauern«, freut sich Udo Hipp. Der Exportanteil ist darum auch von 40 auf fast 70 Prozent gestiegen, 2013 konnte Hermle einen Rekordumsatz von 303 Millionen Euro verbuchen.

Um das Angebot zu komplettieren, gibt es seit 15 Jahren eine eigene Tochter für die Automatisierung, die im Gefüge von Hermle einen wachsenden Stellenwert einnimmt. »Darum werden wir die Kollegen auch jetzt von Tuttlingen nach Gosheim holen, eine neue Montagehalle ist im Bau. So können wir die Synergien besser ausnutzen, und alles von Hermle wird an einem Standort produziert.«

Modulares Programm

Ganz wichtig für Hermle-Kunden und auch für die Fertigung im eigenen Haus ist der modulare Aufbau des Maschinenprogramms aus Gosheim. »Ganz aktuell sind sieben Maschinenlinien im Programm, die alle sehr ähnlich sind und sich im Wesentlichen durch die Größe und damit das zu bearbeitende Volumen des Bauteils unterscheiden. Jede Maschine passt in jede Branche«, erklärt Hipp. Die kleinste Ausführung mit sechs Tonnen Gewicht, die C12, hat Hermle erst kürzlich vorgestellt, die größte im Bunde ist die C60, die 33 Tonnen auf die Waage bringt und einen Kubikmeter massiven Stahl im Mikrometerbereich bearbeiten kann.

Bei Neuentwicklungen lehnen sich die Hermle-Konstrukteure an die bestehenden Modelle an, erzählt der Marketingleiter: »Je nach Anforderung des Marktes und der Wünsche unserer Kunden werden die Maschinen schneller und genauer und von Zeit zu Zeit kommt ein wichtiges Feature hinzu.«


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:K 06/2014
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