19. OKTOBER 2017
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Industrie 4.0 wird drahtlos


Der neue Mobilfunkstandard 5G soll eine schnelle und lantenzarme Funkanbindung für die Industrieautomatisierung schaffen. In Hannover wird ein Verbundprojekt mit dem Fraunhofer-Institut vorgestellt, das die Architektur dafür entwickelt.

Im März ist das Verbundprojekt IC4F (Industrial Communication for Factories) gestartet. IC4F soll die technischen Grundlagen schaffen für drahtlose industrielle Kommunikation auf Basis des kommenden Mobilfunkstandards 5G - quasi Industrie 4.0 in Echtzeit. Insgesamt 15 Projektteilnehmer wollen bis Mitte 2020 hierfür Ergebnisse vorliegen. Die Leitung des Projekts liegt beim Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik (Heinrich-Hertz-Institut) in Berlin. Zu den weiteren Teilnehmern zählen Bosch, Siemens und die Telekom. Das Projekt wird vorgestellt auf der Hannover Messe (Halle 2, Stand C16/C22).


5G als Nachfolger des aktuellen 4G-Mobilfunkstandards LTE soll eine Datenübertragungsrate von zehn Gbit/s erreichen und somit 30 Mal schneller Daten übertragen als in LTE. Noch wichtiger ist die angestrebte äußerst kurze Latenz von höchstens einer Millisekunde. Auf dieser Basis will IC4F einen "Kommunikationsbaukasten" entwickeln, mit dem sich echtzeitfähige Systeme für die Industrie realisieren lassen.


Die Fraunhofer-Forscher wollen dafür nicht nur bei der Geschwindigkeit ansetzen, sondern auch bei der Zuverlässigkeit. Denn bisher sind Funknetze erheblich störanfälliger als Datenübertragung per Netzwerkkabel. Eine wichtige Rolle bei den Projektplänen spielt das "Edge Computing", also die anwendungsnahe Vorverarbeitung von Daten. Dieses Prinzip ermöglicht die Filterung von Daten und reduziert damit das an die Zentralinstanz zu übertragende Datenvolumen. 

Datum:
18.04.2017
Unternehmen:
Bilder:
FhG

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