25. SEPTEMBER 2017

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"Weiterverarbeitung einfacher denn je"


CAD CAM

Manfred Gravius, Geschäftsführer DPS-Software

Herr Gravius, DPS-Software ist größter Solidworks-Partner in Europa und größter Sage-Partner im DACH-Gebiet. Welche Branchen und Unternehmensgrössen fokussieren sie mit ihrem PLM-Angebot?

Durch die Zusammenarbeit mit dem Marktführer für kaufmännische Software Sage, sowie dem Marktführer für PDM Software Dassault Systèmes ergeben sich für die DPS Gruppe einzigartige Voraussetzungen. DPS ist in der Lage für die betriebswirtschaftlichen und die technischen Geschäftsprozesse ganzheitliche PLM Lösungen, für alle Phasen des Produktlebenszyklus, anbieten zu können. Unser Portfolio ist konsequent ausgerichtet an den Bedürfnissen von klein- und mittelständischen Unternehmen. Besonders für fertigende Betriebe ist die Durchgängigkeit der Daten in allen Unternehmensprozessen ist eine wichtige Notwendigkeit für den Unternehmenserfolg.

In der CAD-Branche verbreitet sich das Subskription-Modell immer mehr, also mieten statt kaufen. Wie wird das von Ihren Kunden angenommen und was sind die Vorteile?

Den Großteil unserer Projekte machen wir mit Neukunden. Eine höhere Nachfrage des Mietmodells für Softwareprodukte müssten wir zwingend wahrnehmen. Dem ist aber nicht so. Weder aus dem Bestandskunden noch aus dem Neukunden Segment ergibt sich ein signifikanter Bedarf für das Mietmodell. Kunden denken bei der Investition in PLM Lösungen langfristig und dazu ist das Kaufmodell zur Softwarenutzung nach wie vor die wirtschaftlichere Alternative. Im Prinzip ist das bei uns aber kein Thema. Wir bieten beides an und können dadurch den Kundenanforderungen gerecht handeln.

In der neuen SolidWorks-Version gibt es mit 3D Interconnect eine Funktion, die die Konvertierung von CAD-Fremddaten für Solidworks-Anwender überflüssig machen soll. Wie sind Ihre oder die Erfahrungen Ihrer Anwender mit 3D Interconnect?

Die Weiterverarbeitung von Fremddaten in Solidworks ist mit 3D Interconnect einfacher denn je und beschleunigt den Produktentwicklungsprozess. Aufwendige Datenkonvertierungen über Standardschnittstellen entfallen. Sogar die Datenaktualisierung von Fremddaten in einer SolidWorks Baugruppe ist möglich. Beziehungen und Dateieigenschaften werden übertragen. Ein Arbeiten in einer Entwicklungsumgebung mit unterschiedlichen CAD System ist dadurch problemlos möglich.
Dies sind die theoretischen Möglichkeiten. Praktisch gibt es hier bisher wenig Erfahrung, da die Funktionalität erst seit kurzem verfügbar ist. 3D Interconnect ist für SolidWorks jedoch eine zukunftsweisende Technologie, da Unternehmen mit einem großen Datenbestand einer Fremdsoftware jetzt wesentlich einfacher auf Solidworks migrieren können, ohne Konvertierung der 3D Daten. Die bislang geltenden Restriktionen in Verbindung einer notwendigen Datenkonvertierung sind eliminiert, die Systemeigenschaften von Solidworks rechtfertigen nun einen Systemwechsel.

Auf der SolidWorks World Anfang Februar wurde das integrierte Paket SolidWorks CAM angekündigt. Nun gibt es ja bereits SolidCAM - sind das zwei unterschiedliche Lösungen, und wenn ja, was ist der Vorteil der neuen Lösung? Werden Sie zukünftig beide Lösungen parallel anbieten?

Selbstverständlich werden wir unseren Kunden zukünftig Solidworks CAM als komplementäre CAM Lösung anbieten. Unser Kunde kann, in Abhängigkeit seiner Anforderungen, die für seine Anwendung produktivste Lösung auswählen. Wir können uns sogar vorstellen, dass bei einem Kunden beide CAM Systeme zum Einsatz kommen. DPS, mit seinem Expertenteam von über 25 Mitarbeitern im Competence Center CAM, hat kein Problem beide Systeme mit dem gleichen Knowhow Level bezüglich Beratung, Schulung und Postprozessoren zu unterstützen. Die Alleinstellungsmerkmale von Solidworks werden durch Solidworks CAM verstärkt.
Wir bieten zusätzlich Lösungen für die Werkzeugverwaltung, NC-Code basierte Maschinensimulation, DNC Systeme, NC-Management und CAM Lösungen für den Holzbereich an, welche ebenfalls in die Kundenprozesse integriert werden können.

DPS Software bietet Sage und Solidworks - sind das größtenteils dieselben Kunden, die diese Lösungen im Einsatz haben?

Nein, das Unternehmen Sage - mit ca. 250.000 Kunden in Deutschland - bietet betriebswirtschaftliche Lösungen nicht nur für unsere angestammte Klientel, also fertigende Unternehmen- denen wir Lösungen für den Produktentwicklungsprozess liefern.
Der überwiegende Anteil der Sage Kunden sind in Branchen wie Dienstleistung, Handel, Handwerk, öffentliche Verwaltung und im Gesundheits- und Sozialwesen angesiedelt.
Ein Teilbereich der Sage Lösungen für ERP, CRM, HR und Personalabrechnung werden selbstverständlich auch von den Solidworks Kunden gut genutzt.

Und gibt es auch die Möglichkeit, die Daten zwischen technischer (Solidworks) und kaufmännischer Welt (Sage) einfach und bidirektional auszutauschen?

Als PLM-Lösungsanbieter bieten wir unseren Kunden eine homogene Softwareplattform für ihren kompletten Produktlebenszyklus von CAD, PDM über ERP bis MES und ermöglichen so die vollkommene Integration von technischen und kaufmännischen Prozessen. Auf Schnittstellen können wir dabei vollkommen verzichten! Wir bieten eine modulare, intuitive und wirtschaftlich attraktive Lösung für SolidWorks und weitere CAD Integrationen zu Inventor und SolidEdge.
Als Backbone der Lösung verstehen sich die Funktionen für Projektmanagement, Workflow, CRM und Dokumentenmanagement. Ein separates PDM System ist nicht zwingend notwendig obwohl auch das Produkt Solidworks PDM unterstützt wird. Die Produktdaten der Produktentwicklung stehen jederzeit den auftragsbezogenen Prozessen zur Verfügung. Ebenso hat die Entwicklung den Zugang zu den Stammdaten, Ressourcen und zu den auftragsbezogenen Daten. Die Informationen werden redundanzfrei abgelegt, somit ist ein bidirektionaler Datenaustausch nicht notwendig.
Mit dieser Integration bieten wir die beste PLM-Lösung für fertigende klein- und mittelständische Unternehmen.

www.dps-software.de

Ausgabe:
:K 06/2017
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