19. NOVEMBER 2017

zurück

kommentieren drucken  

"Keine Millionen Unterstützer"


Antriebstechnik

Industrie 4.0 – Uwe Weiss, Geschäftsführer der Weiss GmbH, einem Hersteller von Automatisierungstechnik mit rund 450 Mitarbeitern, erläutert was Industrie 4.0 für kleine und mittelständische Hersteller konkret bedeutet und wie sich dadurch das Unternehmen verändert.
Mehrseitiger Artikel:
1 2  

Herr Weiss, wie hat I4.0 Ihre Strategie verändert?

Als ehemaliger Hersteller von Komponenten haben wir prognostiziert, dass die Komponente alleine keinen Wert mehr haben wird. Sie kann nur innerhalb eines Systems funktionieren. Also ist es umso wichtiger aus der Komponente ein System zu machen, die Peripherie mitzudenken. Die Industrie-4.0-Komponente muss smart, flexibel, interaktiv und offen sein – wie ein Smartphone.

Zwischen Smartphone und Komponenten gibt’s doch wenig Gemeinsamkeiten?

Auch das Smartphone kann nur im System funktionieren. Die Eigenschaften müssen sich aus dem tatsächlich generierten Mehrwert ableiten. D.h. zum Systemdenken kommt das Nutzerdenken. Bestes Beispiel ist der IoT-Kühlschrank. Er hat nur Sinn in Verbindung mit Smartphone, Sensorik, Software, Provider sowie Diensten und Apps. Das ist der Moment, in dem die 4.0-Produktion Antworten liefern kann und bessere Produktionskonzepte entstehen. So wie vor 10 Jahren das iPhone alles bis dahin gültige an Geräten durch neue Technologie und ganzheitlichere Ansätze ersetzt hat. In diesem Spannungsfeld müssen Produzenten ihre Position klar definieren. Und das betrifft nicht nur die Großen. Auch wir KMUs müssen diesen Wandel vollziehen. Sich vor dem Thema zu drücken oder zu versuchen, es auszusitzen, sind keine Optionen. Insbesondere für KMUs ist das eine riesige Veränderung, auch weil sie »Keine Million Unterstützer« - auch eine mögliche Interpretation von KMU - haben, die sie zum Wandel treiben.

Wie sieht dieser Wandel bei Weiss aus?

Wir haben es bei Weiss erlebt, wie hart wir noch gestern um die richtige Produktionstechnologie gerungen haben, wie stolz wir auf unsere sicheren und zuverlässigen Produkte waren, wie wir die Herausforderung der Internationalisierung gerade beginnen in unsere Unternehmenskultur zu integrieren - wohlwissend, dass wir morgen schon lokalisiert entwickeln und produzieren müssen.


Mehrseitiger Artikel:
1 2  
Ausgabe:
:K 08/2017
Unternehmen:
Bilder:
Weiss GmbH

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere Artikel im :K-Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben