22. MAI 2018

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"Die Wirtschaft brummt"


Branchenreport

Christian Wolf – Turck verzeichnete 2017 ein absolutes Rekordjahr und der Geschäftsführer sieht keine Tendenz, dass sich das für die gesamte Branche kurzfristig ändern wird.
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Herr Wolf, wie charakterisieren Sie das Jahr 2017?

In der Automatisierungstechnik herrscht nahezu Goldgräberstimmung. Es läuft so gut wie seit langen Jahren nicht mehr. Wirklich alle Unternehmen verzeichnen ein sehr gutes Wachstum, oft sogar zweistellig. Wir bei Turck rechnen mit 15 Prozent, und wir werden 2017 die 600-Millionen-Euro-Marke knacken. Das liegt über unseren Erwartungen, und insgesamt war das Jahr 2017 für Turck definitiv das erfolgreichste und auch beste Jahr der Unternehmensgeschichte – in allen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen.

Wo sind die Schwerpunkte?


Wir wachsen in fast allen Regionen: gut in Deutschland, mit 67 Prozent trotz Brexit sensationell in Großbritannien und in Südostasien mit 21 Prozent. China hat den Bodensatz überwunden und wächst 2017 mit hervorragenden 34 Prozent. In Nordamerika macht Turck fast 40 Prozent seines Geschäfts und hier liegt das Plus bei rund 25 Prozent. Nicht so gut läuft es in Südamerika, weil Brasilien schwächelt, und im mittleren Osten, da das Öl- und Gas-Segment schwächelt. Der klassische induktive Ferrit-Sensor ist nicht mehr das Wachstumssegment, das hat sich auf unsere höherwertigen Automatisierungssysteme verlagert. Wir proklamieren ja schon länger den Weg von Komponenten zum Lösungsanbieter.

Wie haben die Mitarbeiter das alles mitgemacht?


Die gesamte Belegschaft hat Unglaubliches geleistet. Ohne den großen Einsatz hätte ein solches Wachstum nicht gestemmt werden können. Denn neben dem normalen Geschäft haben wir im Rahmen der SAP-Einführung auch viele interne Prozesse optimiert. Auch unseren Mitarbeiterstamm haben wir um sieben Prozent aufgestockt: von 4.200 auf 4.500. Leider spüren wir immer noch das bekannte Fach- und Führungskräfteproblem. Wir können viele Stellen nicht besetzen, weil nicht ausreichend qualifizierte Leute auch Wachstumsbremser sind.


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Ausgabe:
:K 08/2017

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