24. FEBRUAR 2018

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Penetrante Information


Interview

Dr. Peter Reichelt – Kataloge sind von gestern? Nicht so für Reichelt Chemietechnik: Rund 3 Mio. Handbücher versendet das Unternehmen jährlich. Und auch onlineseitig legen die Bestellungen kräftig zu. Sein Geschäftsmodell der »penetranten Information« erläutert Gründer und Geschäftsführer Dr. Peter Reichelt im Interview.
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Herr Reichelt, Reichelt Chemietechnik feiert 2018 sein 40-jähriges Bestehen. Ist das Geschäftsmodell noch dasselbe wie anfangs?

Ja, wir sind stolz und glücklich, dass wir am 1. September 2018 unseren 40. Geburtstag feiern. Wenn eine Gesellschaft so lange arbeitet, dann ist dies schon eine »kleine Erfolgsgeschichte«, hinter der Menschen standen, die sich stets engagierten und sich mit der Firma identifizierten. Ich als Chef konnte nur »Impulsgeber« sein, doch wenn die Gedanken nicht aufgenommen und umgesetzt werden, bleibt der Erfolg aus. Bei uns ist es stets gelungen Begeisterung zu indizieren und damit unternehmerischen Erfolg.
Was unser Geschäftsmodell angeht, stützen wir unsere Marketingaktivitäten einerseits auf unsere Printwerbung und andererseits auf unseren Onlineshop. Pro Jahr verlegen wir 3 Mio. Handbücher, die wir monatlich in 14 Fachzeitschriften beilegen, und bedienen somit einen großen Markt, wobei die Handbücher in 13 unterschiedlichen Titeln erscheinen und ein Programm von ca. 80.000 Produkten propagieren.

Beim Onlineshop legen Sie, untypisch für einen Reseller, auch Wert auf redaktionellen Content?

Richtig. Unser Onlineshop ist unser »Fenster zur Welt«. Alle Produkte sind über unseren Onlineshop erhältlich, wobei wir bestrebt sind »just in time« zu liefern. Gerade in der heutigen Zeit nimmt der Online-Vertrieb zu, sodass wir an unserer Webseite permanent arbeiten. Und hierbei geht es nicht nur darum neue Produkte einzupflegen, sondern vor allen Dingen darum den Content der Seite zu optimieren, um so für Google interessant zu sein. Unsere Devise ist »Content is King«, und dies mit dem Hintergrund ein gutes Ranking einzunehmen.

Welchen Anteil an den Bestellungen hat heute das Internet?

Diese Frage ist fast ein »Betriebsgeheimnis«, doch ich verrate Ihnen gern unsere Kennzahlen. Unser Umsatz im Internet ist heute noch bescheiden, er liegt bei 16 %, doch sind die Besucherzahlen auf unserer Seite respektabel. Wir werden pro Monat von ca. 56.000 Interessenten besucht, das heißt der Anwender informiert sich auf unserer Seite, ruft dann in Heidelberg an, lässt sich nochmals beraten und bestellt gleich am Telefon oder auf dem klassischen Weg per Fax oder E-Mail.

Noch mal zu den Katalogen, beziehungsweise Handbüchern, wie Sie sie nennen. Wer in den Zeiten des Internets die Mehrzahl der Bestellungen über Kataloge auslöst, muss ein spezielles Geschäftsmodell haben – verraten Sie uns Ihres?

Ganz richtig, die Mehrzahl der Bestellungen wird über unsere Handbücher generiert. Die Frage ist, wie bekommt man den Interessenten dazu das richtige Handbuch aufzuschlagen. Früher hatten wir dicke Kataloge verlegt mit über 300 Seiten und dies natürlich in einer wesentlich geringeren Auflage. Unsere Geschäftsidee ist die der »penetranten Information«. Die Interessenten in unserem Marktsegment erhalten monatlich automatisch die Fachzeitschriften namhafter Verlage, denen wir unsere Handbücher beifügen, sodass wir auf dem Labortisch oder Schreibtisch des Anwenders permanent präsent sind. Wir stehen also mit unserem Angebot »nicht im Regal«, sondern platzieren uns direkt am Arbeitsplatz.


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Ausgabe:
:K 01/2018
Unternehmen:
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