31. JULI 2016

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Automatisch Allrad


Neue Einzelrad-Antriebslösung von Rexroth wechselt automatisch im richtigen Moment zwischen Zwei-Rad- und Allrad-Antrieb

Auch Straßenkehrmaschinen profitieren mit der High Efficiency Traction Control von einem energieeffizienten Einzelradantrieb mit automatischer Allrad-Funktion. Eine höchstmögliche Traktion des Fahrantriebs in schwierigen Situationen bei gleichzeitig optimaler Energieeffizienz – häufig ein Zielkonflikt bei der Entwicklung beziehungsweise beim Kauf Einzelradangetriebener Kommunalfahrzeuge und Arbeitsmaschinen. Bosch Rexroth stellt nun mit der High Efficiency Traction Control – HET – eine neue hydrostatische Fahrantriebslösung vor, die beide Anforderungen miteinander vereint.

Die Energieeffizienz der HET beruht unter anderem darauf, dass die Aktivierung des Allrad-Antriebs ausschließlich im Bedarfsfall erfolgt – und zwar vollautomatisch ohne Zutun des Fahrers. Wenn beispielsweise in schwerem Gelände ein Rad die Haftung zum Boden gerade eben verliert, steigt der Schlupf stark an. Entsprechend erhöht sich der Ölstrom des Rexroth-MCR-Radialkolbenmotors, welcher das Rad antreibt. Der ansteigende Ölstrom bewirkt eine augenblickliche und nahtlose Übertragung des Drehmoments auf den auf der anderen Achse sitzenden, in Reihe geschalteten MCR-Motor samt Rad. Mit dieser „Schlupf-Aktivierung“ des Allrad-Antriebs sorgt die High Efficiency Traction Control für eine zuverlässige Geländegängigkeit des Fahrzeugs und spart gegenüber einem permanenten Allradantrieb deutlich an Energie.

Denn in weniger schwerem Gelände oder auf der Straße haben die Räder der antreibenden Achse in der Regel ausreichend Traktion. Die Radialkolbenmotoren der anderen Achse laufen dann lediglich „frei“ mit. Nur die zwei permanent angetriebenen MCR-Motoren übertragen die Leistung des Dieselmotors. Allerdings entsteht Schlupf nicht erst beim Durchdrehen eines Rades. Aufgrund der sich verformenden Gummibereifung ist er in der Praxis zu einem geringen Grad quasi permanent vorhanden. Auch dieser vergleichsweise geringe Schlupf führt bereits zu einem ansteigenden Ölstrom der antreibenden Radialkolbenmotoren. Die gestiegene Ölmenge wird jeweils zwischen dem antreibenden und dem mitlaufenden Radialkolbenmotor hydraulisch eingespannt und verursacht einen deutlichen Wirkungsgradverlust für den gesamten Fahrantrieb.

Datum:
10.05.2012
Unternehmen:
Bilder:

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