26. SEPTEMBER 2016

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Suites rücken zusammen


CAD CAM Autodesk

Event – Autodesk hat bei einem Presseevent die neue Version 2013 seiner Suites vorgestellt und auch sein PLM-Angebot nochmals präsentiert.

Autodesk-CEO Carl Bass stieg mit guten Nachrichten in seinen Vortrag ein, das Unternehmen konnte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2012, das am 31. Januar zu Ende ging, um 14 Prozent auf 2,2 Mill. Dollar steigern. Er sieht sein Unternehmen an einem wichtigen Scheideweg von der PC-zentrischen in eine cloudbasierte Welt. Die Apps und Onlineangebote erreichen beachtliche Nutzerzahlen: Autocad WS fand in zwei Jahren sieben Mio. User, die pro Woche 300.000 Dateien hochladen. Sketchbook konnte in zwei Jahren sogar 10 Mio. Anwender anlocken, Instructables hat 13 Millionen Nutzer, Pixlr 21 Millionen Nutzer monatlich.

Bass verglich diese Zahlen mit den zehn bis zwölf Millionen Nutzern, die Autodesk in seiner 28-jährigen Geschichte mit seinen konventionellen Anwendungen gefunden hat – ein unfairer Vergleich, brachte doch jeder dieser 12 Millionen Nutzer einen Umsatz im vier- bis fünfstelligen Eurobereich, während die Apps fast alle kostenlos sind. Für Bass sind diese hohen Zahlen jedoch ein Indiz, wie groß der Bedarf an »kreativen Applikationen« tatsächlich ist. Derzeit ständen die Steigerung der Bekanntheit und das Einleben in soziale Netzwerke im Vordergrund des Engagements.

Zum Thema Cloud gab Bass bekannt, dass die Angebote in diesem Bereich ab sofort unter dem Logo »360« laufen, also beispielsweise Autodesk PLM 360. Ihm war zudem wichtig, dass Autodesk nicht bestehende Software auf die Cloud anpasst, sondern völlig neue Angebote, die die Vorteile der Cloud optimal zur Geltung bringen.

Im Bereich der Suites gibt es in Version 2013 einige Neuerungen, so ist Inventor nun auch in den Standard-Versionen enthalten. In der Premium-Stufe finden sich neu ein elektromechanischer Workflow und Navisworks für das Management von großen Baugruppen.

Ebenfalls neu ist das sogenannte Launchpad, ein Programmstarter, der den Workflowgedanke der Autodesk-Suites – viele Programme, die nacheinander in einem Worklflow genutzt werden – verdeutlicht und das Abarbeiten der Workflows vereinfachen soll. Der Anwender kann seine Rolle – beispielsweise »Mechanische Konstruktion« oder »Spritzgussteilkonstrukteur« – einstellen, woraufhin die Oberfläche des Launchpads die Schritte des Workflows anzeigt, hinter denen sich jeweils ein Programm verbirgt. Man wählt nicht mehr »Autocad«, sondern eben »Zeichnungserstellung« – so ist es einfacher, sich in den Bestandteilen der Suites zurechtzufinden.

Im Test der Product Design Suite 2012 in der letzten Ausgabe wurden die unterschiedlichen Bedienkonzepte der Applikationen noch bemängelt, Version 2013 bringt Abhilfe: Alle Softwarepakete wurden auf das Ribbon-User-Interface umgestellt, wie es aus den Microsoft-Office-Paketen bekannt ist. Auch andere Merkmale der Applikationen wurden vereinheitlicht, beispielsweise die Materialbibliotheken. Damit ist gewährleistet, dass die Materialzuweisungen aus Inventor beispielsweise in Showcase oder 3DSmax problemlos übernommen werden. Der Autodesk Exchange App Store ermöglicht es Entwicklern von Zusatzsoftware zu den Autodesk-Produkten, ihre Lösungen zu präsentieren und zu verkaufen.

Autodesk hat mit der Version 2013 die Bestandteile der Suites stärker verschmolzen – das einheitliche Bedienkonzept und die Workflows machen aus einer Ansammlung von Programmen eine integrierte Entwicklungsumgebung. Der App Store unterstützt die Stärke, die das Unternehmen schon immer hatte: das große Ökosystem an Speziallösungen von Drittanbietern rund um die Kernprodukte. Und die Apps und Cloud Services machen Appetit auf mehr oder geben Zugriff auf nahezu unendliche Computerpower. Wahrlich ein Paket an Schritten in die richtige Richtung.

Ausgabe:
:K 03/2012
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