22. MAI 2018

zurück

kommentieren drucken  

Perfekter Zuschnitt


CAD CAM

Blechverarbeitung – Die Fertigung dreidimensionaler Bauteile aus Blech erfordert einen optimalen Zuschnitt der Stanzteile. Die Software SPI SheetMetal errechnet dazu die Abwicklung auf Grundlage der eingesetzten Blechwerkstoffe, Maschinen und Werkzeuge.
Mehrseitiger Artikel:
1 2  

Eine wichtige Aufgabe bei der Konstruktion und Produktion von Baugruppen aus Blech ist der fertigungsgerechte Zuschnitt der erforderlichen Stanzteile, bei der unter anderem die maschinenrelevanten Biegeradien berücksichtigt werden müssen. Ein Pionier der Entwicklung von Software für die Konstruktion und Abwicklung von Blechen mit Hilfe des Computers ist die SPI GmbH aus Ahrensburg bei Hamburg, die bereits seit Mitte der 80er-Jahre maßgebliche Lösungen für die Blech verarbeitende Industrie entwickelt. Der Fokus der Software SPI SheetMetal liegt dabei auf der Erstellung der präzisen Abwicklung des CAD-Modells auf Grundlage der eingesetzten Maschinen, der benutzten Werkzeuge und der verwendeten Verfahren. Durch ihre Integration in die führenden CAD-Systeme Autodesk Inventor oder Solidworks heben die Lösungen des Unternehmens in der Prozesskette Blech die Trennung zwischen der Konstruktion und der Arbeitsvorbereitung auf. Die Software ermöglicht es dabei, eigene Konstruktionen wie auch importierte Modelle zeitnah und fertigungsgerecht abzuwickeln, sodass sich auch kleine Losgrößen wirtschaftlich realisieren lassen. Anwender sind sowohl Hersteller mit eigenen Produkten als auch Lohnfertiger.

Für die Konstruktion importierter Teile kompensiert die Software mögliche Ungenauigkeiten durch einstellbare Toleranzoptionen, die sich unter anderem auf die Blechdicke und die Parallelität von Ober- und Unterseite beziehen. Der maschinenrelevante, werkzeugbezogene Ansatz führt dabei zu einer 100-prozentig fertigungsgerechten Abwicklung unter Berücksichtigung der aus der jeweils genutzten Maschine resultierenden Biegeradien und der benötigten Eckfreistellungen. Weil es für die Software also nicht entscheidend ist, welcher Biegeradius in der Konstruktion erzeugt wurde, liefert sie prinzipiell selbst bei einem Entwurf ganz ohne definierte Radien ein fertigungsgerechtes Abwicklungsergebnis.

Parameter präzisieren das Verfahren

Neue Konstruktionsmöglichkeiten eröffnen verschiedene abwicklungsrelevante Parameter. Zum Beispiel definiert das sogenannte Offset-Attribut nötige Materialzugaben, etwa für das WIG-Schweißen, Eckschlitz-Attribute erlauben benutzerdefinierte Überlappungen, und Facetten-Attribute bestimmen die Anzahl der Kantungen von Freiformflächen, Zylinderflächen und Kegelflächen von Blechkörpern. Die Software verwendet dann die Facetten-Informationen der Attribute für die Abwicklung dieser Bereiche.


Mehrseitiger Artikel:
1 2  
Ausgabe:
:K 05/2015
Unternehmen:
Bilder:

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere Artikel im :K-Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben