3. Schunk Expert Days Service Robotics

Weltweites Expertennetzwerk für Servicerobotik

01. März 2010

Am 24. und 25. Februar haben sich Experten aus der ganzen Welt bei Schunk, dem Speziallisten für Spann- und Greiftechnik, zu den 3. Expert Days Service Robotik getroffen. Der gute Ruf der Veranstaltung, liegt zum einen an den hochkarätigen Referenten, die der Veranstalter Jahr für Jahr für die Expert Days gewinnen kann. Zum anderen an der hohen Dynamik, die das Thema selbst an den Tag legt. Aus einer kleinen Gruppe von Robotikvisionären ist ein interdisziplinäres, globales Netzwerk geworden, das intensiv an der Zukunft des Roboters als flexibler Helfer im industriellen, häuslichen und medizinischen Umfeld arbeitet.

Die Referenten aus der Industrie, Forschungsinstituten und Universitäten richteten ihren Fokus in diesem Jahr auf die Themen Sicherheit, Standardisierung und europäische Initiativen. Zudem wurden aktuelle Forschungsarbeiten aus den Themenfeldern Greifen, Mobile Manipulation und Modulare Robotik präsentiert. Die begleitende Ausstellung zeigt aktuelle Projekte. So etwa den Serviceroboter FRIEND aus dem Forschungsprojekt AMaRob, der künftig körperlich schwer behinderten Menschen helfen soll, im Tagesablauf autonom und selbstbestimmt Aufgaben zu erledigen, oder die mobile Roboterplattform Scitos, die sich frei bewegen und mit Menschen interagieren kann.

Kommunikationsplattform für Experten

Zu den insgesamt 22 internationalen Referenten zählten unter anderem die italienischen Servicerobotik-Spezialisten Prof. Bruno Siciliano von der Universität Neapel und Prof. Antonio Bicchi von der Universität Pisa, Eric Berger vom kalifornischen Servicerobotik-Unternehmen Willow Garage und Prof. Markus Schwarz von der Universität Heidelberg, der Serviceroboter in der orthopädischen Chirurgie und der Unfallchirurgie einsetzt. Moderiert wurde das Symposium von Prof. Dr. Henrik I. Christensen, dem Inhaber des Robotiklehrstuhls Kuka Chair of Robotics an der Technischen Hochschule Georgia Tech in Atlanta, sowie von Martin Hägele, dem Leiter der Abteilung Robotersysteme am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart. Durch Kontakte, die auf den Expert Days entstanden sind, haben sich mittlerweile eine Reihe internationaler Netzwerke gebildet, die Ideen, Erkenntnisse und Erfahrungen austauschen und gemeinsam zukunftsgerichtete Projekte initiieren. Ein Trend zeigte sich bei den Schunk Expert Days deutlich: Aus der Phase der universitären Forschung geht die Servicerobotik zunehmend in die Phase der praktischen Anwendung über. Das macht auch die steigende Zahl von Unternehmen deutlich, die das Thema als Zukunftsfeld für sich entdecken.