3D-Druck hebt ab

Airbus verwendet 3D-Drucker von Stratasys, um Teile für den Airbus A-350 zu produzieren. Zur Produktion wird ein Hochleistungs-Kunststoff verwendet, der sich durch seine Flammhemmung gut für Anwendungen im Flugzeugbau eignet.

25. Oktober 2016

Airbus produziert derzeit Teile für den Airbus A-350 XWB mit FDM-Druckern der Fortus-Serie von Stratasys. XWB steht für "Extra Wide Body" - eine gegenüber dem ursprünglichen Entwurf verbesserte Version mit breiterem Rumpf. Als Werkstoff wird das von Airbus zertifizierte Kunstharz Ultem 9085 verwendet. Das bietet eine für den Flugzeugbau vorteilhafte Kombination aus hoher Festigkeit und Flammhemmung. Der Werkstoff ist als "FST" eingestuft, das heißt geringes Gefahrenpotenzial hinsichtlich "Flame, Smoke, Toxicity".

Ein wesentlicher Vorteil in der Lieferkette von Airbus liegt laut Stratasys darin, dass die Teile einfach in einem Werk hergestellt werden können, das direkt die Endmontage des Flugzeugherstellers beliefert. Zusätzliche Lieferwege erübrigen sich damit. Darüber hinaus hat das Verfahren einen guten Materialnutzungsgrad, da beim 3D-Druck sehr wenig Ausschuss anfällt. „Schon 2014 hat Airbus einen erheblichen Anteil der Bauteile für den damals neuen A350 XWB mit seinen FDM-3D-Druckern von Stratasys produziert und war so in der Lage, seinen Lieferverpflichtungen innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens nachzukommen. Wir freuen uns sehr, dass Airbus nun Stratasys 3D-gedruckte Bauteile in die Produktionslieferkette des A350 XWB integriert hat, so dass auch Zulieferer weiterhin die termingerechte Auslieferung von Flugzeugen gewährleisten können“, sagt Andy Middleton, Präsident von Stratasys für die Region EMEA.

„Vor allem zeitsensible Branchen fragen unsere Lösungen für die Additive Fertigung verstärkt nach – das reicht von der Luftfahrt- über die Automobilindustrie bis hin zu Medizinprodukten und Konsumgütern“, unterstreicht Andy Middleton. „Durch die Integration unserer additiven Fertigungsstrategien in die Lieferkette können Unternehmen nicht nur zugesagte Produkteinführungszeiten einhalten, sondern gleichzeitig – bei Reduzierung ihres Lagerbestandes – Innovationen vorantreiben.“