3D-Druck wird einfacher

Stratasys will die Modellaufbereitung und den Druckvorgang deutlich einfacher machen. Eine online verfügbare Software erledigt alles von der Stützkonstruktionen über Materialplanung bis zur Benachrichtigung beim fertigen Teil.

24. Mai 2016

Stratasys hat seine neue Strategie zur softwareseitigen Unterstützung des 3D-Drucks vorgestellt. Im Mittelpunkt steht dabei GrabCAD Print, eine als Service nutzbare Software (SaaS), die bei GrabCAD gehostet wird. Stratasys hatte vor zwei Jahren GrabCAD als Anbieter einer CAD-Workbench akquiriert und will GrabCAD zur Plattform für digitale Fertigung ausbauen. Über die Drucksoftware können die Benutzer Druckaufträge zu Geräten von Stratasys schicken, sei es im eigenen Haus oder bei entfernten Dienstleistern. Unterstützt werden aktuell die Gerätetypen uPrint SE, uPrint SE Plus, Fortus 250mc, Dimension Elite und Dimension 1200es. Weitere sollen demnächst folgen. Ein Vorteil der einheitlichen Software für verschiedene Drucker ist, dass bei einem kurzfristigen Wechsel des Druckers die Modellvorbereitung nicht von Neuem durchgeführt werden muss.

GrabCAD Print bietet folgende Funktionen:

• Druckvorbereitung mit Optimierung des Modells und Herstellung der Stützstrukturen,

• Druck aus STL, VRML und einigen nativen CAD-Formaten (PTC Creo, SolidWorks, Siemens NX, Catia, Autodesk Inventor),

• nutzbar mit normalem Webbrowser,

• statistische Funktionen für durchgeführte Druckaufträge, Materialverbrauch, Druckzeiten, Fehlermeldungen und genutzte Druckgeräte,

• Verwaltung von Druckaufträgen für verschiedene Geräte,

• Vorbereitung von Drucken für unterschiedliche Maschinen und Verfahren (FDM und Polyjet),

• Ansteuerung von 3D-Druckern über das Internet,

• Benachrichtigungen bei Druckbeendigung sowie bei Fehlern,

• Berichte über verbleibende Materialmengen in den Geräten,

• Vorkehrungen für Datensicherheit.

Derzeit hat GrabCAD Print den Status "Public Beta". Im Laufe des Jahres will Stratasys noch Funktionen hinzufügen sowie weitere Sprach- und Regionalversionen anlegen.

"Als wir GrabCAD vor zwei Jahren akquiriert haben, war unsere Idee, eine zentrale Anlaufstelle für digitale Fertigung zu schaffen, die 3D-Druck unterstützt", sagt Josh Claman, Chief Business Officer bei Stratasys. "Es unterstreicht die kritische Rolle der Software für einen kompletten und eleganten Arbeitsablauf beim 3D-Druck, dass GrabCAD Print unsere erste Neuentwicklung ist, die wir auf die GrabCAD-Plattform aufsetzen. Dies gibt unseren Kunden eine einzelne, offene, cloudbasierte Umgebung für Druckvorbereitung, Ablaufplanung und Überwachung. Um die Integration der additiven Fertigung in die Produktion zu beschleunigen, generiert GrabCAD in Echtzeit aussagekräftige, praktisch verwertbare Statistiken zu den genutzten Stratasys-Druckern."