3D-Druck wird parallel

Ein gravierender Nachteil des 3D-Drucks ist bisher seine Langsamkeit, da ein Druckkopf Schicht um Schicht nacheinander aufträgt. Autodesk arbeitet daran, diese Schwäche zu verringern - indem mehrere Druckköpfe am gleichen Objekt arbeiten können.

16. August 2016

Mit seinem Projekt Escher will Autodesk den 3D-Druck gegenüber dem heutigen Stand durch Parallelisierung deutlich beschleunigen. Ein in San Francisco beheimatetes Team des Softwarekonzerns entwickelt Software und Steuerungslogik, um die Produktion auf mehrere Druckköpfe verteilen zu können. Die zu entwickelnde Software unterteilt das zu druckende Objekt in Druckaufträge für mehrere Köpfe und muss dabei Sorge tragen, dass die Köpfe nicht kollidieren, sondern die einzelnen Schichten lückenlos abdecken. Wie auf dem Demonstrationsvideo zu sehen ist, könnte sich das bei der Herstellung von größeren Objekten lohnen. Dort hätten mehrere Druckköpfe gleichzeitig genügend Verfahrweg zur Verfügung.

Autodesk hatte 2014 mit dem Ember erstmals einen eigenen 3D-Drucker vorgestellt, aber jetzt will Autodesk ausdrücklich keine eigene Hardware entwickeln. Vielmehr soll aus dem Projekt Escher die Software für "eine neue Generation von 3D-Druck-Hardware" entstehen.