3D-Drucker aus dem Baukasten

Der 3D-Druck ist bei der bastelfreudigen Jugend angekommen: Gerade hat Fischertechnik den weltweit ersten 3D-Drucker herausgebracht. Das Gerät verwendet Komponenten von German RepRap, wodurch die Technik ausgereift sein sollte.

22. Juli 2016

Fischertechnik bietet als erster Hersteller einen 3D-Drucker aus einem Technikbaukasten an. Im Unterschied zu Selbermacher-Bausätzen erfordert der Baukasten weder Werkzeug noch Lötkolben, was das Risiko von Montagefehlern reduzieren soll. Der aus 890 Teilen bestehende Bausatz soll ab August 2016 lieferbar sein. Die technikbegeisterte Jugend - oder deren Eltern - sollten gut bei Kasse sein, denn das Gerät wird 699,95 Euro kosten. Dafür ist aber gute Qualität zu erwarten, denn die Komponenten stammen vom bekannten Hersteller German RepRap. Sie sind so angepasst, dass sie sich mit Teilen von Fischertechnik zusammenbauen lassen. Im Unterschied zu industrieüblichen Geräten hat der 3D-Drucker von Fischertechnik kein Gehäuse, damit die Erbauer sich am Zusammenspiel der Teile erfreuen können.

Das Gerät arbeitet nach dem bekannten Schmelzschichtverfahren, auch Fused Deposition Modeling (FDM) oder Fused Filament Fabrication (FFF) genannt. Als Werkstoff wird Polylactid (PLA) verwendet. Das maximale Bauvolumen beträgt 115 x 100 x 65 mm. Mit dem Gerät wird ein Bibliothek mit ausdruckbaren Modellen mitgeliefert. Die Gerätesoftware verarbeitet aber auch STL-Dateien. Für Windows wird eine Bau- und Betriebssoftware mitgeliefert. Mac- und Linux-Anwender verweist der Hersteller auf das Tool Repetier-Host, das auch alle benötigten Funktionen mitbringen soll.