3MF nimmt Formen an

Die Arbeiten an 3MF, einem neuen Dateiformat für 3D-Druck, schreiten voran. Kürzlich hat das 3MF-Konsortium zwei neue Erweiterungen des Kernstandards verabschiedet: eine für die Serienproduktion und eine für das "Slicing".

18. August 2016

Das 3MF-Konsortium hat als Ergänzung des 3MF-Standards Version 1.1 die Spezifikationen für die 3MF Production Extension und die 3MF Slice Extension herausgegeben. Das XML-Format von 3MF wurde von vornherein auf Erweiterbarkeit ausgelegt, damit es branchen- oder firmenspezifische Besonderheiten abdecken kann. So soll es sowohl öffentliche als auch private Erweiterungen geben, wobei die Kompatibilität erhalten bleibt. Die als Download erhältlichen Dokumentationen enthalten detaillierte Angaben und XML-Codes, wie die Funktionen der jeweiligen Erweiterung vom Softwareanbieter zu realisieren sind.

Die 3MF Production Extension soll die Bedürfnisse von Unternehmen abdecken, die sehr viele 3D-Drucke anfertigen, etwa von Produktionsdienstleistern. Mit dieser Erweiterung lassen sich Druckjobs organisieren, die aus mehreren Dateien bestehen, wobei die Erweiterung die Dateihierarchie, die Beziehungen zwischen den Dateien und die eindeutige Bezeichnung jeder Datei regelt. "Slicing" bezeichnet beim 3D-Druck das "Zerschneiden" des Modells in einzelne Lagen, die ein 3D-Drucker produzieren kann. Bisher wird das Slicing in gerätespezifischer Software durchgeführt. Das Format 3MF soll mit dieser Erweiterung flexibel genug sein, um das Slicing für alle Drucker zu erfassen. 

 

Das 2015 gegründete 3MF-Konsortium will das Format 3MF als neues, universelles Format für 3D-Druck etablieren. Zu den Gründungsmitgliedern zählen Microsoft, Stratasys, 3D Systems, Autodesk, Dassault Systèmes, HP, PTC und Siemens.