60 Prozent

Software - IT ist schon seit Jahren ein wichtiger Motor des Wachstums. Dies bleibt auch in den nächsten Jahren so, versichert eine neue Studie.

11. Dezember 2007

Bis 2011 entstehen in Deutschland 193.000 neue Arbeitsplätze rund um die Erstellung, Installation, Wartung oder den Vertrieb von Software. Zu diesem Schluss kommen die Analysten des IT-Marktbeobachters IDC in einer von Microsoft beauftragten Studie. Darin wird die Bedeutung von IT und Software für die Volkswirtschaften in über achtzig Ländern untersucht. 2007 sind laut IDC in Deutschland insgesamt etwa 1,6 Millionen Menschen in der IT-Industrie beschäftigt. Über 60 Prozent dieser Arbeitsplätze haben einen Bezug zum Themenbereich Software.

Das Ergebnis der Studie lässt hoff en, denn in Deutschland steigt die Zahl der Software- Jobs laut IDC bis 2011 um jährlich 5,2 Prozent, in der IT-Branche insgesamt sind es 2,7 Prozent. »Die IDC-Studie zeigt: Als Querschnittstechnologie ist Software ein echter Job-Motor«, kommentiert Achim Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, die Ergebnisse. Auch weltweit prognostizieren die IDC-Forscher der Softwarebranche den größten Jobzuwachs: Bei einem jährlichen Anstieg um 5,7 Prozent sollen bis 2011 weltweit insgesamt 4,6 Millionen Arbeitsplätze entstehen.

Für 2007 erwartet IDC in Deutschland IT-Investitionen von 60,8 Milliarden Euro, davon entfallen 14 Milliarden Euro auf die Software. Die Ausgaben allerdings werden dort laut IDC bis 2011 mit 6,2 Prozent im Jahr stärker steigen, als die Investitionen in IT insgesamt mit einem Anteil von 5,3 Prozent. Frank Naujoks, Research Manager Software bei IDC, ergänzt: »Auch wenn Software-Investitionen nur ein Viertel der IT-Investitionen ausmachen, zeigt die Studie den enormen Beschäftigungseffekt des Produktes Software. Dies ist nicht nur bei den Softwareherstellern selbst zu beobachten, sondern auch bei Hardwareproduzenten, IT-Dienstleistern und Anwendern.«

Eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung fällt laut IDC dem »Microsoft-Ecosystem« zu. Unter diesem Begriff sind vorrangig kleine und mittelständische IT-Unternehmen zusammengefasst, die Produkte und Services auf Basis der Microsoft-Technologie anbieten.

Hier arbeiten in diesem Jahr 39 Prozent aller Beschäftigten der deutschen IT-Industrie. Pro Euro Umsatz, den Microsoft in diesem Jahr in Deutschland erzielt, erwirtschaften die Unternehmen des Ecosystems 6,82 Euro. Ihren Ursprung haben die Umsätze bei Herstellern von Hardware, auf denen Microsoft-Software läuft, im Verkauf von Software-Paketen, die auf Microsoft- Plattformen aufsetzen, und in Services für Software auf Basis der Microsoft-Technologie. Für 2008 rechnen die IDC-Experten diesen Unternehmen in Deutschland zu, ihrerseits mehr als 4,7 Milliarden Euro in Informationstechnologie zu investieren.

Der Trend wirkt sich auch in Systemhäusern und bei Microsoft-Partnern aus. »Wir verzeichnen eine anhaltend hohe Nachfrage unserer Kunden nach Unternehmenslösungen «, erzählt Markus Schrade, Vorstand des Microsoft-Partners Kumavision AG. »Als das Unternehmen vor exakt 10 Jahren gegründet wurde, starteten wir mit 10 Mitarbeitern. Heute beschäftigen wir 165 hochqualifizierte Software- und Projektspezialisten. « Wie allgemein in der Wirtschaft zu beobachten, wird das Wachstum aber auch in der Informationstechnik derzeit dadurch gebremst, dass Unternehmen wie Kumavision nicht genügend qualifizierte Fachkräfte am Arbeitsmarkt finden, die sie zur Realisierung der Kundenprojekte benötigen.

Thomas Mickeleit, Microsoft/mk

Die Ergebnisse im Überblick

- In Deutschland werden bis 2011 ungefähr 193.000 neue Software-Jobs entstehen (weltweit: 4,6 Millionen).

- 2007 sind in Deutschland etwa 1,6 Millionen Menschen in der IT-Industrie beschäftigt.

- 60 Prozent der Arbeitsplätze haben einen Software-Bezug.

- 39 Prozent der Arbeitsplätze (612.000 Beschäftigte) sind innerhalb des Microsoft-Ecosystems entstanden (42 Prozent/14,7 Millionen Beschäftigte weltweit).

- Weltweit arbeiten 2007 35,4 Millionen Menschen in der IT-Industrie. Bis 2011 sollen weltweit insgesamt 7,1 Millionen neue IT-Arbeitsplätze entstehen. Dabei wird die Software-Industrie bis 2011 mit einem jährlichen Wachstum von 5,7 Prozent innerhalb der IT-Industrie den größten Job-Zuwachs verzeichnen.

- Für 2007 erwartet IDC in Deutschland IT-Investitionen von 60,8 Milliarden Euro (weltweit: 1,2 Billionen US-Dollar). Die Software-Investitionen in Deutschland liegen 2007 bei 14 Milliarden Euro. Sie werden laut IDC bis 2011 mit 6,2 Prozent im Jahr stärker steigen als die Gesamt-IT-Investitionen (5,3 Prozent).

- Pro Euro Umsatz, den Microsoft in Deutschland in diesem Jahr erzielt, erwirtschaften die Unternehmen des Ecosystems 6,82 Euro (weltweit: 1 US-Dollar Umsatz bei Microsoft = 7,79 US-Dollar Umsatz im Microsoft-Ecosystem).