Additive Fertigung in der Bauindustrie fördern

Die 3D-Druck-Fachmesse Formnext kooperiert künftig mit der TU Darmstadt. Beide Partner wollen das Thema Additive Fertigung in der Bauindustrie voran bringen.

10. Oktober 2018
Die Formnext sieht sich als Leitmesse für Additive Manufacturing und die nächste Generation intelligenter industrieller Fertigungs- und Herstellungsverfahren.
Bild 1: Additive Fertigung in der Bauindustrie fördern (Die Formnext sieht sich als Leitmesse für Additive Manufacturing und die nächste Generation intelligenter industrieller Fertigungs- und Herstellungsverfahren. )

Die Bauindustrie wird damit in den nächsten Jahren stärker in den thematischen Fokus der internationalen Leitmesse für Additive Fertigung und die nächste Generation industrieller Fertigung rücken. Gleichzeitig engagiert sich die Formnext als Sponsor des von der TU Darmstadt veranstalteten BE-AM-Symposiums (Built Environment – Additive Manufacturing), das regelmäßig wichtige Akteure aus Bauindustrie und Architektur zusammenbringt und sich umfassend mit den additiven Entwicklungen der Branche beschäftigt.

In der Bauindustrie ist Additive Fertigung noch ein relativ neues Thema, es gibt jedoch auch hier zahlreiche innovative Ansätze und Anwendungskonzepte. „Durch die Kooperation mit der TU Darmstadt wollen wir einen wichtigen Beitrag leisten, um auch in der Bauindustrie das innovative Potential der Additiven Fertigung in größerem Umfang nutzbar zu machen“, so Sascha F. Wenzler, Bereichsleiter Formnext beim Messeveranstalter Mesago Messe Frankfurt.

TU Darmstadt erforscht Additive Fertigung in der Bauindustrie

Die beiden Professoren Oliver Tessmann und Ulrich Knaack von der TU Darmstadt beschäftigen sich schon seit einigen Jahren mit dem Thema Additive Fertigung in diesem Umfeld und arbeiten derzeit an zahlreichen Projekten, bei denen unter anderem verschiedene Fertigungsmethoden und der Einsatz verschiedener Materialien erforscht werden. Vor drei Jahren haben die beiden Professoren das BE-AM-Symposium ins Leben gerufen, das in diesem Jahr am 12. Oktober in Darmstadt stattfindet. 

„Unser Ziel ist es, die additiven Aktivitäten in der Bauindustrie weiter zu fördern und stärker zu strukturieren und zu konzentrieren“, so Professor Dr.-Ing. Ulrich Knaack, Institut für Statik und Konstruktion, ISMD. „Wir freuen uns, dass wir durch die Zusammenarbeit mit der Formnext einen noch besseren Kontakt zu anderen Industriebereichen bekommen, in denen additive Anwendungen schon weiter verbreitet sind. Denn insgesamt wird das Bauen durch Additive Fertigung effizienter. Unternehmen, die diese Technologie im Bauwesen nutzen, werden wirtschaftlich profitieren können“, so Professor Knaack.

Professor Dr.-Ing. Oliver Tessmann (Digital Design Unit, DDU) ergänzt: „Die Bauindustrie verbindet mit anderen Anwendungsindustrien die gemeinsame Suche nach dem Mehrwert von 3D-gedruckten Anwendungen. Wir wollen intelligente Formen und Konstruktionen drucken, die bisher so nicht möglich waren. Hier können wir sicherlich von bereits gemachten Erfahrungen und Gemeinsamkeiten profitieren.“

Thema auf der kommenden Formnext

Das Thema wird bereits in diesem Jahr auf der AM4U-Area mit einem Vortrag am 14. November, 15:30 Uhr, aufgegriffen. In den nächsten Jahren soll die Kooperation zwischen der Formnext sowie BE-AM und der TU Darmstadt weiter intensiviert werden. Damit wird die Formnext auch für Architekten, Bauingenieure und Unternehmen aus der Bauindustrie eine wichtige Kontakt- und Innovationsplattform