Additive Produktion nutzen

VDI veröffentlicht Statusreport zum Nutzen additiver Fertigungsverfahren

05. November 2014

Der VDI-Fachausschuss "Additive Manufacturing" hat einen umfangreichen Statusreport vorgelegt, der den Stand der Entwicklung bei den unterschiedlichen Produktionsverfahren darlegt. Der Report erläutert zunächst die grundsätzlichen Unterschiede zwischen den Verfahren und zeigt dann den jeweiligen Reifegrad und die Nutzbarkeit der Technik auf.

Eine zentrale Frage ist dabei, welche Verfahren sich für welche Teile heute sinnvoll nutzen lassen. Fast alle Branchen können nach Meinung der Autoren die additive Fertigung mit Gewinn nutzen. Neben der typischen Fertigungsindustrie zählen dazu zum Beispiel die Bereiche Möbel, Elektronik, Nahrungsmittel, Sportgeräte, Bekleidung und Spielwaren.

Trotz des schon weit fortgeschrittenen Entwicklungsstandes benötigt die additive Fertigung noch Weiterentwicklungen, um weitere Anwendungen zu erschließen. Dazu gehören Erweiterungen des Spektrums an Werkstoffen, insbesondere technische Thermoplaste, natürliche und organische Werkstoffe, biokompatible und abbaubare Werkstoffe, Nano-Werkstoffe, Keramiken, farbige Werkstoffe und Metall-Komposite. Als prozessbezogene, wünschenswerte Verbesserungen nennen die Autoren insbesondere bessere Oberflächenqualität und kürzere Aufbauzeiten. Darüber hinaus behandeln die Autoren strategische Aspekte wie etwa die mögliche Individualisierung von Produkten.