Agil in den Wettbewerb

Editorial

Was wäre die Welt ohne Worte, die uns von Zeit zu Zeit aufmischen und wachrütteln.

05. April 2017

Es gab und gibt vor allem in jüngster Vergangenheit unzählige Beispiele: manchmal nützlicher Natur, oftmals überflüssig oder sogar schädlich. Seit längerem, aber derzeit verstärkt, kursiert der schöne, knackige, modern anmutende Begriff »agil« durch das öffentliche Leben und vor allem die Branche.

Das Internet sagt nicht klar, was agil im wirtschaftlichen Zusammenhang bedeutet, aber die Leute auf thinkagile.de wissen, was nicht: schneller liefern, weniger Fehler, höhere Qualität. Da platzen ja schon mal jede Menge Illusionen. Aber die Definition folgt prompt: »Agilität ist die Qualität einer Organisation, sich reaktiv an sich verändernde Bedingungen anzupassen, kontinuierlich zu lernen und sich als Ganzes weiterzuentwickeln.«

Dann mal ran! Was leicht klingt, steckt aber in der Umsetzung voller Fallstricke und Sackgassen. Denn es braucht immer einen Impuls, einen Impulsgeber, einen Impulsverwalter, der die Aktivitäten in die richtige Richtung lenkt. Hinzu kommt, dass zu einer agilen Vorgehensweise auch immer ein stringentes Konzept gehört – nicht ausgeplant, aber dafür schnell und immer mit Ziel und konkretem Nutzen.

Eine zweite Bedeutung von »agil« geht in Richtung Gesundheit sowie geistige und körperliche Beweglichkeit. Hunde und ihre Besitzer betreiben gern zusammen »Agility«, was beiden meist alles abverlangt. Zu einem agilen Denken und einem agilen »Approach« in der Unternehmensführung gehören also auch immer »gesunde« Protagonisten, die fern allen Drucks frei denken und wirken können sollten. Hierin liegt eine große Herausforderung, aber agile Konzepte sind sicher eine wichtige Basis für moderne Unternehmen – gerade in Zeiten von Industrie 4.0, in denen das schöne Wörtchen in vielen Präsentationen auftaucht. Ich wünsche allseits einen agilen Start ins Frühjahr und viel Agilität auf der Hannover Messe.

Erschienen in Ausgabe: 03/2017