Alex, Siri & Co: Jeder zweite Deutsche will mit elektronischen Geräten sprechen

Das „Internet der Stimme“ ist auf dem Vormarsch: 59 Prozent der deutschen Verbraucher ist die Sprachsteuerung von elektronischen Geräten wichtig. Jeder zweite möchte mit den Voice-Assistenten sogar in den Dialog treten.

31. Oktober 2018
Die Elektronik der Zukunft sollte nach Meinung der deutschen Verbraucher nicht nur wie ein Mensch kommunizieren, sondern auch deutlich schlauer werden: 60 Prozent halten es für wichtig, dass smarte Geräte der Zukunft durch intelligentes Lernen immer vielseitiger werden.
Bild 1: Alex, Siri & Co: Jeder zweite Deutsche will mit elektronischen Geräten sprechen (Die Elektronik der Zukunft sollte nach Meinung der deutschen Verbraucher nicht nur wie ein Mensch kommunizieren, sondern auch deutlich schlauer werden: 60 Prozent halten es für wichtig, dass smarte Geräte der Zukunft durch intelligentes Lernen immer vielseitiger werden.)

Im internationalen Vergleich sind die Bundesbürger mit ihren Gesprächswünschen dabei eher zurückhaltend. Zum Vergleich: 86 Prozent der Chinesen wollen sich mit ihren elektronischen Geräten austauschen. Das sind Ergebnisse des Electronica-Trend-Index (2. Auflage), für den im Auftrag der Fachmesse „Electronica“ 7.000 Verbraucher in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den USA, Japan und China von einem Marktforschungsinstitut im Juni 2018 bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden.

Die Elektronik der Zukunft sollte nach Meinung der deutschen Verbraucher nicht nur wie ein Mensch kommunizieren, sondern auch deutlich schlauer werden: 60 Prozent halten es für wichtig, dass smarte Geräte der Zukunft durch intelligentes Lernen immer vielseitiger werden (künstliche Intelligenz). Um sich auf dem Laufenden zu halten, dürfen die Geräte beispielsweise für Updates selbständig auf das Internet zugreifen – finden 61 Prozent der Bundesbürger.

Hackerschutz mit automatischen Updates

Die Zustimmung für automatische Updates steigt noch einmal deutlich an, wenn die Geräte sich mit dem Online-Service vor Hacker-Angriffen schützen sollen. In diesem Fall sind 75 Prozent der deutschen Verbraucher für eine automatische Aktualisierung. Sehr sensibel zeigt sich die Mehrheit der Konsumenten allerdings bei der Nutzung persönlicher Daten: 62 Prozent fordern, dass elektronische Geräte persönliche Daten erst nach vorheriger Freigabe nutzen dürfen – umgekehrt ist ein solcher Datenschutz nur zehn Prozent unwichtig. Eine ähnliche Meinung vertreten die Verbraucher in China: Hier fordern 68 Prozent die Freigabe persönlicher Daten – nur drei Prozent finden eine solche Option unwichtig. In den USA sind es 57 Prozent Zustimmung versus zehn Prozent Ablehnung.

Elektronik soll unterhalten

Die Mehrheit der Verbraucher setzt zudem auf einen guten Unterhaltungsfaktor moderner Geräte: Im drei Drei-Länder-Vergleich legen die Chinesen mit 88 Prozent Zustimmung den größten Wert auf Entertainment – gefolgt von den US-Amerikanern mit 74 Prozent. In Deutschland sind es 65 Prozent.

Vom 13. bis 16. November werden über 3.000 Aussteller aus mehr als 50 Ländern die neuesten Entwicklungen aus der Welt der Elektronik auf der Electronica in München präsentieren.