Alle 6 Sekunden wechseln

Touch Panels - Palettiersysteme sind für die flexible Fabrikautomation und bedarfsorientierten Materialfluss ausgerichtet. Alle Varianten sind mit Touch Panels ausgestattet. Das Bedienen und Beobachten wird erleichtert, und die Chancen für Bedienfehler sinken.

02. April 2007

Eine Neuentwicklung von IEF-Werner ist der kompakte Palettierer ›Vario-Stack‹. Das Gerät ist ausgelegt für das Handling von Paletten bis 400 x 600 x 80 Millimeter mit Gewichten bis 10 Kilogramm und benötigt eine Aufstellfläche von weniger als einem Quadratmeter. Nach Angaben des Unternehmens aus Furtwangen im Schwarzwald liegt der Flächenbedarf der Lösung damit mehr als 60 Prozent unter dem eines handelsüblichen Palettenwechslers mit gleicher Kapazität. Die flexible Lösung verarbeitet Palettenstapel mit einer Höhe bis zu 620 Millimeter, die wahlweise manuell oder mit einem Wagen von der Frontseite oder seitlich zugeführt werden.

Palettenwechsel in 6 Sekunden

Diese werden dann automatisch vereinzelt zur Be- und Entladung bereitgestellt und wieder abgestapelt. Die Palettenwechselzeit beträgt dabei maximal sechs Sekunden. Eine optional integrierte Handhabungslösung für das Bestücken und Entladen der Paletten lässt sich individuell an die jeweilige Applikation anpassen. Gesteuert wird der neue Palettierer von der IEF-Steuerung PA-Control. Alle Parameter wie beispielsweise Palettenraster, Verfahrgeschwindigkeiten und -positionen, Bewegungen der Greifer sind über das Touch Panel von Sütron direkt programmierbar. Ausgestattet mit individuell wählbarer Funktionalität und neuester Displaytechnologie sorgen die Touch Panels für effizientes Bedienen und Beobachten, ganz gleich in welcher IEF-Anwendung.

Mit dem Betriebssystem Windows CE 5.0 und einem umfangreichen Softwareangebot erhalten die eingesetzten Touch Panels umfangreiche Funktionalität. Visualisierung, Datenmanagement oder auch Fernbedienung lassen sich einfach realisieren ebenso wie Web- und Client-Server- sowie integrierte Netzwerkfunktionalität. Durch den eingesetzten CAN-Bus wird die PA-Control-Steuerung mit mehreren Achsreglern verbunden. Hierbei lässt sich die Arbitrierung je nach Einsatzfall durch die Steuerung oder das Human Machine Interface (HMI) realisieren. Die Umrüstung auf eine MPI- oder Profibus-DP-Schnittstelle im HMI ermöglicht den Einsatz einer S7-basierenden Steuerung bzw. den Betrieb an Profibus DP.

Das PA-Control-Steuerungskonzept wird über die gesamte Produktpalette von IEF-Werner, das heißt Linearachsen, Handlings-, Mess- und Palettiersysteme, eingesetzt. Die Software TSwin.net von Sütron unterstützt in einem Tool alle benötigten Funktionen und Protokolle.

Ein innovatives Bedienkonzept ermöglicht effizientes Bedienen und Beobachten und vermeidet Bedienfehler. Der verkürzte Einarbeitungsaufwand des Bedieners erhöht die Produktivität. Ein Diagnosetool vereinfacht die Informationsbeschaffung durch eine integrierte Website im HMI. Eine wirtschaftliche Lösung für internationale Anwendungen ist die vollständige Unicode- Implementierung und die Möglichkeit die Bedienoberfläche flexibel an die Kundenwünsche anzupassen. Ein weiterer Punkt ist das Meldesystem mit Echtzeit- und Historienmeldekanal, Rezepturverwaltung oder frei projektierbaren Druckprotokollen.

Einfach konfiguriert und projektiert

Mit der Produktfamilie Slim Line möchte Sütron den Konfigurationsaufwand auf ein Minimum beschränken und ein Maximum an Transparenz bieten. Ohne PC, nur per Memorystick kann ein Gerät konfiguriert werden. Projektiert werden alle Bediensysteme mit der Projektierungssoftware ›TSwin.net‹. Sie ermöglicht eine einfache Projektierung von Schaltflächen, Leuchtmeldern, Passwortschutz, Bildern, Balken, Ein- und Ausgabefeldern, Texten und Textlisten etc. Hohen Komfort bietet die Funktion von wieder verwendbaren Vorlagendateien, die als Grundlage für die Erstellung neuer Projekte genutzt werden kann.

Nadine Kirrmann, Sütron

Erschienen in Ausgabe: 02/2007