»Alles bewegt sich«

Be in Motion - Das Motto gilt nicht nur für unsere Antriebssysteme, sagt Dr. Peter Kreisfeld. Im Gespräch mit der :K-Redaktion unterstreicht der Sprecher der Geschäftsführung der Baumüller Gruppe, welche Kreise so ein Motto zieht: Schließlich sollen kreative Gedanken und Ideen der Mitarbeiter für Bewegung sorgen!

29. Juni 2005

»Innovation ist das Resultat kreativer Gedanken«, haben Sie unlängst gesagt. Welche Gedanken verfolgen Sie derzeit?

Unsere Entwicklungen erfolgen nicht um der Technik willen. Bei jeder Entwicklungsidee und ihrer späteren Umsetzung steht der Kundennutzen im Vordergrund. Mit dem Trend zu modularen Maschinenarchitekturen und intelligenten Antriebssystemen ist der Anteil an elektrischen Komponenten und Steuerungssoftware in Anlagen deut­lich gewachsen. Für den Maschinenhersteller ergeben sich daraus neue Themen, die nur am Rande in seinen Kompetenzbereich fallen. Der Anspruch an die Zuverlässigkeit und Entwicklungskompetenz des Automati­sierungspartners steigt also kontinuierlich an. Im Umkehrschluss bedeutet das für uns als Hersteller elektrischer Automatisierungssysteme, die Bedürfnisse und Anforderungen des Maschinenanwenders in den Vordergrund zu stellen. Wir erbringen die Entwicklungsleistung und halten durch unser Motion Contro-Konzept den Aufwand unserer Kunden gering.

Welche Philosophie steht hinter Ihrem Motion Control-Konzept?

Die Software wird immer mehr zur technolo­gischen Schlüsselfunktion. Für den Maschinenbauer bedeutet dies vor allem mehr Aufwand für die Programmierung, Pflege und Wartung der Software. Dadurch bindet er Ressourcen, die er nur bedingt als Wettbewerbsvorteile umsetzen kann. Damit sich der Maschinenhersteller auf seine Kompetenz in der Weiterentwicklung seiner Maschine konzentrieren kann, muss sein Prozess im Vordergrund stehen. Unser Motion Control-Konzept erlaubt ihm zukunftsfähige Maschinenkonzepte zu realisieren und kontinuierlich weiter zu entwickeln.

Wie erleichtert Ihr Motion Control-Konzept Anlagenbauern das Leben?

Das Motion Control-Konzept von Baumüller ermöglicht die Programmierung der Bewegungs-Funktionalitäten aus rein technologischer Sicht, ohne funktionelle Systemkenntnisse. Die Projektierung erfolgt dabei ausschließlich über Funktionsbaustein-Bibliotheken nach »PLCopen Motion Control«, die in das System implementiert werden. Mittels verschiedener Engineering- und Inbetriebnahme-Tools, die dem Anwender über das gemeinsame Programmiersystem PROPROG wt II zu Verfügung stehen, definiert der Maschinenhersteller die applikationsspezifische Bewegungssteuerung seiner Maschine aus rein technologischer Sicht. Dazu ruft der Anwender über das übergeordnete Programmiersystem PROPROG wt II die Tools auf und definiert allein über das Applikationsprogramm alle applikations-spezifischen Daten. Ihr Motto lautet »be in Motion«. Was unterscheidet Sie darin von anderen Marktteilnehmern? Für einen Hersteller elektrischer Antriebs- und Automatisierungstechnik ist der Gebrauch eines Motivs in dem etwas mit »Bewegung« oder zu neudeutsch »motion« vorkommt, sicherlich sehr nahe liegend. Als Unternehmen der Automatisierungsbranche versuchen wir schließlich permanent etwas in Bewegung zu bringen.

Was uns in Sachen »be in motion« von unseren Marktteilnehmern unterscheidet, ist die konsequente Umsetzung des Mottos. Wir meinen mit »be in motion« nicht nur unsere Antriebssysteme. Wir versuchen viel mehr auch die Gedanken unserer Mitarbeiter in Bewegung zu bringen - oder vielleicht besser: Wir versuchen unsere Kollegen auf neue Gedanken und Ideen zu bringen. Letztendlich sind schließlich ihre kreativen Gedanken die Grundlage jeder Innovation.

Erschienen in Ausgabe: 02/2004