Alles im Blick

Sensorik

Identifikation – Intelligente Optosensorik gewährleistet eine sichere Identifikation der Produkte bei der Herstellung von Solarmodulen.

09. September 2009

Das Hamburger Solarenergieunternehmen Conergy betreibt im brandenburgischen Frankfurt/Oder eine der modernsten Produktionsstätten für Solarmodule, mit denen sich die Energie des einfallenden Sonnenlichts in elektrischen Strom umwandeln lässt, schließlich trifft auf die Erde jedes Jahr etwa 15.000-mal mehr Sonnenenergie, als die Menschheit verbraucht. Conergy projektiert, finanziert, installiert und betreibt Solarsysteme in 15 Ländern auf vier Kontinenten. In Frankfurt produziert das Unternehmen auf einer Fläche von 35.000 Quadratmetern täglich bis zu 3.000 kristalline Solarmodule aus den Werkstoffen Glas, Kunststoff und Silizium.

Die Produktion verläuft größtenteils vollautomatisch, und entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Sensorik für die Produktionssteuerung. Eine zentrale Aufgabe übernehmen dabei 35 Multicode Reader der Baureihe O2I des Sensorikspezialisten IFM Electronic mit Sitz in Tettnang und Essen. Die Sensoren erfassen den Datamatrix-Code, der in einem ersten Schritt auf dem Basiselement jedes Solarpanels aufgetragen wird, und sendet die Daten an das lokale Netzwerk. Auf diese Weise lässt sich jedes einzelne Element identifizieren und nachverfolgen, damit eventuelle Produktionsfehler auch nachträglich erkannt und künftig ausgeschlossen werden können.

Sichere Erkennung

Die integrierten Hochleistungsalgorithmen decodieren automatisch 1D- oder 2D-Codes unabhängig von deren Ausrichtung und Anzahl. Ein Optimierungsmodus mit zusätzlichen Parametrierungsmöglichkeiten schafft maximale Lesesicherheit. Damit eignet sich der Multicode Reader für eine Vielzahl von Applikationen. Die automatische Einstellung der Belichtungszeit und die anpassungsfähige segmentierte Beleuchtung gewährleisten optimale Ergebnisse auch bei stark reflektierenden metallischen Oberflächen. Die integrierte intuitive Bedienoberfläche ermöglicht den Start des Multicode Readers in fünf einfachen Schritten.

Zur flexiblen Übertragung der Daten an das lokale Netzwerk Datenübertragung besitzen die kompakten Geräte eine serielle RS232- und eine Ethernet-TCP/IP-Schnittstelle. Damit lassen die Sensoren sich einerseits einfach und direkt an die Maschinensteuerung anschließen und andererseits unkompliziert mit einem PC an die jeweiligen Produktionsparameter anpassen.

Alternativ zur Übertragung der gelesenen Code-Inhalte an die SPS besitzt der O2I einen integrierten Codevergleicher, der die identifizierten Code-Inhalte mit den im Sensor abgelegten Inhalten vergleicht. Bei Übereinstimmung oder möglichen Abweichungen gibt der Sensor eine entsprechende Meldung per Datenleitung sowie ein zusätzliches Schaltsignal aus. Auf diesem Weg ist die Datenübertragung auf das Wesentliche reduziert, und eine aufwendige Anwenderprogrammierung in der Steuerung entfällt.

Insgesamt gewährleisten die einfache Bedienung, die hohe Funktionalität im Betrieb sowie die hohe Zuverlässigkeit und Schnelligkeit, dass die Produktion bei Conergy mit nur einem Gerätetyp und in wenigen Schritten optimal überwacht und abgesichert werden kann, resümiert Dipl.-Inf. (FH) Thomas Schreiber, Systementwickler bei Conergy, und freut sich: »Da hat sich wirklich jemand etwas bei der Entwicklung gedacht.«

Marie-Isabelle Fink, IFM Electronic/bt

Fakten

- Die IFM Electronic GmbH ist ein Anbieter von Automatisierungstechnik mit Sitz in Essen.

- Entwicklungs- und Hauptproduktionsstandort ist Tettnang am Bodensee.

- Das Produktsortiment umfasst Positionssensorik und Objekterkennung, Fluidsensorik und Diagnosesysteme, Bussysteme, Identifikationslösungen und Steuerungssysteme.

Erschienen in Ausgabe: 5-6/2009