Alles noch dicht?

Dichtigkeitsprüfung - Anforderungen an die Qualität fluidführender oder fluidhaltender Komponenten sind hoch. Jedes Leck kann teuer werden, da verschärfte EU-Normen zu erfüllen sind. Eine Lösung ist die Zusammenarbeit mit einem Spezialisten auf diesem Sektor.

31. Mai 2006

Jegliches Leck in fluidhaltenden Komponenten kann teuer werden, da sind EU-Normen zu erfüllen, das Produkthaftungsgesetz muss beachtet werden, und wenn Endverbraucher betroffen sind, müssen diese ganz besonders vor Schäden geschützt werden. Hinzu kommen die An­forderungen des Qualitätsmanagements, schließlich muss Qualität nicht nur produziert, sondern auch dokumentiert werden. Im Prinzip ist gegen die Anforderung, Komponenten von Einzelstück bis serienmäßig zu prüfen, gar nichts einzuwenden, wäre da nicht der massive Wettbewerbs- und Kostendruck. Damit stellt sich die Frage, wie man als Unternehmen alle Anforderungen zum effizientesten Preis erfüllt, ohne Risiken in der Bauteilprüfung einzugehen. Eine Lösung ist die Zusammenarbeit mit einem Spezialisten auf diesem Sektor. Doch welcher ist der richtige? Worauf sollte man bei der Auswahl achten? Der Spezialist sollte sowohl mit der Produktionsplanung, der Leitungsebene der Fertigung als auch mit dem QS-Bereich eng zusammenarbeiten. Hohe Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit sind mehr als wünschenswert, das Beherrschen sämtlicher Verfahren der Dichtigkeits­prüfung wie klassische Unterwasser-Sicht­prüfung, Druckdifferenz, Spurgasanlagen (Helium, Wasserstoff) sowie Hochdruckprüfstände sind eigentlich obligatorisch, aber schon hier lässt sich oft Spreu vom Weizen trennen.

Prüfen und Messen maßgeschneidert

So genannte 08/15-Lösungen helfen dem Kunden nicht weiter. Es kommt darauf an, seine tatsächlichen Bedürfnisse zu eruieren. Wenn zum Beispiel Messgeräte und Prüfstände vorhanden sind, lässt sich mittels durchdachter Anschlusstechnik Geld einsparen. Um die Frage zu beantworten »Wie verbinde ich schnell und direkt Prüflinge jeglicher Art mit Messtechnik jeder Art, von Vakuum bis Hochdruck?«, hat Innomatec das Schnellanschlusssystem ›Connec‹ entwickelt, das schnell und sicher dichtes Anschließen auch an unrunden und gegossenen Oberflächen, an Gewinden, Sicken und sonstigen Anschlussstellen am Werkstück ermöglicht. Ist hingegen ein Prüfstand vorhanden, kann es dem Kunden dienlich sein, Leck-Messcomputer der neuesten Bauart einzusetzen, die ihm helfen, erheblich Zeit in der Einzel- bis Serienprüfung zu sparen, da die Geräte der LTC-Serien spezifisch für diese Aufgaben ausgelegt sind. Sie beherrschen alle gängigen Messverfahren wie z.B. Druckdifferenz absolut/relativ, Drucksteigerung, Durchflussmessung etc. zum genauen und sicheren Prüfen von gegossenen, geblasenen, geschweißten, geklebten, geschlossenen und geschraubten Teilen, Baugruppen oder kompletten Geräten.

Eine weitere Möglichkeit: Es gibt eine völlig neue Komponente, zu deren Prüfung noch keine Anlage vorhanden ist. Da Innomatec nicht darauf angewiesen ist, eine spezielle Prüfmethode zu verkaufen, werden dem Kunden neutral die relevanten Messmethoden und -systeme mit ihren Vor- und Nachteilen präsentiert. Nach dieser fachlichen Auswahl wird anhand des Baumusters die Anlage ausgelegt, detailliert vom Abdichtelement bis zur Komplettanlage. Aufbau vor Ort, Inbetriebnahme, Ausbildung des Bedienpersonals und auf Wunsch Service, Kalibrierung und Wartung erhält der Kunde aus einer Hand.

Zum einen verliert damit das bei allen Anwendern gefürchtete ›Koordinieren der Gewerke‹ seinen Schrecken. Zum anderen gewinnt der Kunde viel Zeit, da er sich nicht mit den kleinsten Details herumschlagen muss, sondern sich auf das Wesentliche konzentrieren kann. So entstehen Lösungen, die in einer Gesamtkostenbetrachtung pro Prüfling oder Prüfserie sehr ökonomisch sind.

Jörn Jacobs

FAKTEN

- Das Schnellanschlusssystem ›Connec‹ ermöglicht schnelles und dichtes Anschließen.

- Leck-Messcomputer helfen Zeit in der Einzel- bis Serienprüfung zu sparen.

- Geräte der LTC-Serien von Innomatec beherrschen alle gängigen Messverfahren.

Erschienen in Ausgabe: 04/2006