AMF wächst ungebremst

Das Anbieter von Spannen, Schrauben und Schließen Andreas Maier (AMF) freut sich über einen neuen Umsatzrekord in 2017. Über 48 Millionen Euro verbuchte das Fellbacher Unternehmen, und damit 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Neben neuen Produkten rund um die industrielle Automatisierung und Prozessoptimierung überraschte auch ein Traditionsprodukt.

05. Februar 2018

Ein neues Trendthema haben die Fellbacher schon im Fokus: „Die Additive Fertigung, der 3-D-Druck mit Metallpulver, wird ein neuer Wachstumsmarkt, in dem wir uns mit speziellen Produkten schon gut positioniert haben“, betont Johannes Maier, geschäftsführender Gesellschafter der Andreas Maier GmbH & Co. KG in Fellbach. 2017 ist das Traditionsunternehmen um mehr als zehn Prozent gewachsen und hat mit über 48 Mio. Euro zum fünften Mal in Folge einen Umsatzrekord erzielt. Verantwortlich dafür waren erneut die innovativen Produkte rund um die Werkstückspanntechnik und die Automatisierung von Zerspanungsprozessen. Mit den Schnellspannern hat sich jedoch auch ein Traditionsprodukt überraschend gut entwickelt.

Verantwortlich dafür ist vor allem der große Bedarf an qualitativ hochwertigen Spannmitteln. „Wir haben uns schon frühzeitig auf diese Entwicklung eingestellt und genau die innovativen Produkte als Katalogware aufgebaut, die der Markt benötigt. Und wer schnell liefern kann, der macht das Geschäft“, so Maier. Die nachhaltigen Trendthemen rechtzeitig zu erkennen und dafür die passenden Produkte zu entwickeln, ist eine der Stärken des Familienunter¬nehmens. Dazu tragen die über 240 Mitarbeiter bei, die weltweit nah an den Kunden sind und im Direktkontakt die Bedürfnisse erfahren.

Erneut am stärksten gewachsen sind Asien und die USA. Auch Osteuropa habe sich gut entwickelt, wobei Russland weiterhin ein Sorgenkind sei. Neben den Dauerbrenner-Themen Automatisierung, Rationalisierung und Digitalisierung kristallisiere sich die Additive Fertigung als kommende Technologie und Megatrend heraus. Dem 3D-Druck mit Metallpulver bescheinigen Experten ein großes Zukunftspotenzial. Damit können Produkte mit komplexen Geometrien wirtschaftlich gefertigt werden, die sich mit herkömmlichen Verfahren manchmal gar nicht herstellen lassen. Maier sieht sein Unternehmen hier bereits gut aufgestellt: „Wir haben dafür bereits spezielle AMF-Nullpunktspannmodule entwickelt, die die ganz besonderen Anforderungen erfüllen.“

Mit dem Schwung der vergangenen Jahre und der nach wie vor guten Wirtschaftslage soll es weiter-gehen. Die Wirtschaftsweisen prognostizieren für 2018 einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 2,2 Prozent und für den Euroraum von 2,3 Prozent. Branchenverbände wie der VDMA erwarten für den Maschinen- und Anlagenbau ein reales Produktionsplus von 3,0 Prozent. So blickt auch Maier zuversichtlich ins gerade begonnene Jahr. Qualitativ gute Produkte, schnelle Lieferfähig¬keit und die Nähe zu den Kunden sollen auch 2018 für weiteres Wachstum sorgen. Die 50 Millionen Euro Schwelle wollen die Fellbacher auf jeden Fall knacken. Investitionen von über 1,5 Mio. Euro am Standort und weitere Einstellungen von Fachkräften sollen die Grundlage dafür bilden. Im letzten Jahr ist die Mitarbeiterzahl auf über 240 gestiegen.