An Messen sich messen

Editorial
30. September 2016

Bei der Entstehung dieser Zeilen ist morgen wieder der Anstich zur Wiesn. Die fünfte Jahreszeit in München beginnt und alles könnte so sein wie immer in den letzten Jahren. Man verabredet sich, geht hin und gut. Neuerdings ist aber ein Zaun zu überwinden, nicht wenige haben Bedenken und einige meiden das Fest. Zu stark sind die Eindrücke der vergangenen Gräueltaten in Paris, Nizza oder München.

Es ist wirklich jammerschade, wie angeknackst das öffentliche Leben und die so dringend benötigte Lockerheit im Alltag wegen dieser Geschehnisse sind. Und das auch im Angesicht kommender Großveranstaltungen in der Konstruktions- und Automatisierungsbranche.

Denn bald ist wieder Messe, ist wieder Motek. Tausende Menschen kommen zusammen, um in friedlicher Atmosphäre Kontakte zu knüpfen und auch Geschäfte zu machen. Das ist so wichtig für Aussteller und Besucher. Noch wichtiger ist aber, dass sich trotz aller potenziellen Gefährdung eine gute Stimmung entwickelt. Es wird wieder so viel zu sehen sein. Selten hat eine Messe in der :K so einen großen Raum eingenommen wie die Motek 2016. Denn rechnet man alle verwandten Rubriken und Themenbereiche zusammen, ergibt sich eine Summe von nicht weniger als 42 Seiten. Das ist das halbe Heft. Es beginnt mit der Antriebstechnik, die einen Schwerpunkt bildet, in dem zum Beispiel ganz neue Servoaktuatoren zu bestaunen sind, setzt sich in der eigens geschaffenen Motek-Strecke mit Überblick und Produkten fort und findet seinen Höhepunkt im großen Spezial Maschinenelemente, die in Stuttgart mit Lagern, Lineartechnik oder Greifern immer stark vertreten sind.

Und demnächst steht mit der SPS IPC Drives eine weitere Hammermesse mit gesteckt vollen Gängen an. Aber diese ist dann eher Thema in der kommenden Ausgabe. In jedem Fall sollte die Branche zusammenstehen, sollten sich alle guten Mutes an den großen Messen messen lassen.

Michael Kleine

Chefredakteur

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Erschienen in Ausgabe: 07/2016