andronic 2060

Hohe Sicherheit und Funktionalität für Medizin-Möbel

13. Oktober 2009

12 bis 16 Millionen Zähne produziert der Dentalhersteller Heraeus in Deutschland jährlich für die Zahnprothetik. Damit die „Dritten“ den Originalen in Funktion und Ästhetik so nahe wie möglich kommen, werden an die Herstellung von Zahnformen für Vollprothesen oder Teilprothesen höchste technische Anforderungen gestellt. Teilweise müssen dabei im Schnitt bis zu 2 GB Daten pro Form verarbeitet werden. „Die wenigsten CNC-Steuerungen packen eine Datenübertragung in dieser Dimension“, so Andreas Würtz, Verfahrenstechniker CAD/CAM bei der Heraeus Kulzer GmbH. Das Unternehmen setzt deshalb die CNC-Steuerung andronic 2060 der Andron GmbH ein, die sich durch eine sehr schnelle Informationsumsetzung auszeichnet. Gerade die schnelle Datenverarbeitung ist beim Fräsen für die Verfahrgeschwindigkeit und somit auch für die Lebensdauer der Werkzeuge sowie die Qualität des Endproduktes ausschlaggebend.

Das Fräsen von Zahnformen aus gehärtetem Stahl kann je nach Design mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die Fertigungskosten der Zahnform ergeben sich entsprechend zum größten Teil aus den Werkzeugkosten und den Belegungszeiten der Fräsmaschine. Deshalb ist die Auswahl des geeigneten NC-Programmiersystems und der CNC-Fräsmaschine wichtig. „Die Datenverarbeitung bei der Programmierung und während des Fräsens sollte ohne Probleme verlaufen. Die Abstimmung zwischen Fräsmaschine und CNC-Steuerung muss stimmen“, sagt Verfahrenstechniker Würtz.

Im Vergleich zu Standard CNC-Systemen mit Blockzykluszeiten von bis zu 3 ms, setzt Heraeus eine NC-Satz Abarbeitung von 100µs ein. „Dadurch können die großen Datenmengen durch die CNC verarbeitet werden, und es kommt nicht zu Geschwindigkeitseinbrüchen der Maschine, weil keine Daten nachgeliefert werden“, erklärt Karl Heinz Rochlitzer, Geschäftsführer der andron GmbH. Diese kurze Zykluszeit der Datenverarbeitung sorge für eine optimale Verfahrgeschwindigkeit. Zudem ist durch das harte Material der Verschleiß des Werkzeuges groß. Eine gleich bleibende Schnittgeschwindigkeit bedeutet hier für das eingesetzte Werkzeug eine höhere Standzeit und somit längere Lebensdauer. Auch für die Bearbeitungsergebnisse in punkto Oberflächenbeschaffenheit ist die Einhaltung derselben Geschwindigkeit des Fräsers wichtig.