Anlage im Blick

Im Maschinen- und Anlagenbau wird das Konzept des digitalen Zwillings verstärkt diskutiert. Bei Procad sieht man die digitale Maschinenakte als eine nützliche Ausprägung für die Bedürfnisse des Maschinen- und Anlagenbaus.

17. August 2017

Digitaler Zwilling ist, wenn das Produkt ein digitales Gegenstück mit gleichen Eigenschaften hat. Bei Procad setzt man auf den "Digitalen Informations-Zwilling" als Variante dieses Konzepts. Der entsteht dadurch, dass Informationen über alle Komponenten einer Anlage über ihren gesamten Lebenszyklus in einem System zusammenfließen. Die so gesammelten Informationen geben ein genaues Abbild der an den Kunden ausgelieferten Anlage. Dies eröffnet die Möglichkeit, auf Störungen schneller zu reagieren. Denn durch die Dokumentation ist bekannt, welche Komponenten von welchen Herstellern eingebaut wurden, und wann die letzte Wartung durchgeführt wurde. So lässt sich die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Austauschkomponenten rasch prüfen.

Als Anwender einer solchen Methodik nennt Procad die StrikoWestofen Group, Hersteller von Schmelzöfen und Dosieranlagen. Bei diesem Anwender des PLM/PDM-Systems Pro.File wird bei jedem neuen Anlagenauftrag ein gesonderter Eintrag angelegt. Bei Auftragsbestätigung wird der mit der Auftragsnummer verbunden. Der "digitale Zwilling" nimmt danach schrittweise Gestalt an vom ersten Aufstellplan über die Zuordnung standardisierter Stahlbauelemente und der Komponenten, die in Pro.File schon vorhanden sind. Später werden die kundenspezifischen  Komponenten ergänzt. Dieses Vorgehen gewährleistet die Dokumentation jeder einzelnen Anlage und ermöglicht kurze Lieferzeiten.