Anlage unter Kontrolle

Auf der Hannover Messe 2016 zeigt Aucotec, wie sich die Engineering Base als Datenzentrale für vorausschauende Wartung nutzen lässt. Ein Maschinenhersteller soll dadurch seine Wartungskosten glatt halbieren.

02. März 2016

Mit dem PLM-System Engineering Base will Aucotec auch vorausschauende Wartung ermöglichen. Wie das funktioniert, demonstriert Aucotec zur diesjährigen Hannover Messe am 25.-29. April 2016. Dabei fungiert das datenbankbasierte Engineeringsystem als zentrale Quelle, die sowohl das "PdM-System" (Software für Predictive Maintenance, PdM) als auch das Leitsystem mit allen relevanten Daten versorgt. Das PdM-System errechnet aus den von Sensoren gesendeten Daten die bestmöglichen Wartungstermine oder meldet einen drohenden Ausfall, damit die Anlagenbetreiber zum Beispiel rechtzeitig die gefährdeten Aggregate austauschen können.

Damit das PdM-System die Messdaten analysieren kann, muss es sie richtig zuordnen können, also Wert x zu Signal y zum Beispiel richtig als Drucksignal eines bestimmten Sensors interpretieren. Diese Information erhält das System bei dem von Aucotec vorgeschlagenen Aufbau von der Engineering Base. Bislang mussten diese Informationen händisch aus Listen und diverse Interfaces ins PdM eingelesen werden. Das bedeutet einen enormen Aufwand für häufig 50.000 und mehr Leitsystem-Signale, selbst ohne die üblichen Anlagen-Änderungen im Betrieb. Ohne Datenbankbasierung sind solche Informationen nicht abbildbar, in Stromlaufplänen oder P&IDs tauchen sie nicht auf.

Die PdM-Anbindung der Engineering Base nutzt bereits ein großer, global operierenden Maschinenhersteller, der selbst die weltweite Wartung der Anlagen seiner Kunden anbietet. Er erwartet dadurch eine Einsparung von rund 50 Prozent der Wartungskosten.

„EBs PdM-Unterstützung zeigt, dass vorausschauende Wartung kein Hexenwerk ist, sondern schon effizient machbare Praxis auf dem Weg zu Industrie 4.0“, erklärt Aucotec-Vorstand Markus Bochynek. „Sie spart gigantische Aufwände, die nötig wären, wenn das PdM Live- und Engineeringdaten nicht konsistent in Verbindung bringen könnte.“ Sein Credo: „Je komplexer die Engineering-Aufgaben, desto umfassender wirkt die Plattform EB.“