Anspruchsvolles QM-System nach MRL 2006/41/EG zertifiziert

Schmersal Gruppe kann Sicherheitsprodukte in Eigenregie prüfen

22. Juli 2010

Die Schmersal Gruppe kann nun Komponenten der Maschinensicherheit gemäß Artikel 12 Absatz 3c und Absatz 4b entwickeln und fertigen, ohne eine dritte Stelle (Notified Body) einzubeziehen. Denn als erster Hersteller von Produkten der funktionalen Sicherheit hat sich das Unternehmen mit den Qualitätsanforderungen des Anhangs X von MRL 2006/42/EG befasst, sein Qualitätsmanagement-System entsprechend ausgerichtet und den TÜV Rheinland mit der Prüfung und Zertifizierung des Systems beauftragt.

Die neue Maschinenrichtlinie MRL 2006/42/EG stellt in Anhang X sehr hohe Anforderungen an das Qualitätsmanagement-System von Unternehmen, die Komponenten der Maschinensicherheit entwickeln und herstellen. Diese Anforderungen gehen weit über die bekannte DIN EN ISO 9000ff. hinaus – und wer sie erfüllt, kann richtlinienkonforme Produkte, die unter Anhang IV der MRL gelistet sind, entwickeln und in den Markt bringen. Für die Schmersal Gruppe betrifft dies insbesondere die unter Nr. 21 beschriebenen „Logikeinheiten für Sicherheitsfunktionen“ und die unter Nr. 19 dargestellten „Schutzeinrichtungen zur Personendetektion.“

Das Ergebnis: Bereits im November 2009 wurde – nach eingehender Prüfung – für die Entwicklungs- und Produktionsstandorte in Wuppertal und Wettenberg das entsprechende Zertifikat erteilt. Regelmäßige Prüfungen vor Ort werden sicherstellen, dass dieses System "lebt" und weiterentwickelt wird.

Auch wenn die Schmersal Gruppe nun in der Lage ist, Produkte nach dem Konformitätsbewertungsverfahren der umfassenden Qualitätssicherung durchzuführen und selbstständig die CE-Kennzeichung vorzunehmen, wird sie für Serienprodukte weiterhin eine dritte Stelle damit beauftragen, um die eigenen Ergebnisse einer externen Überprüfung zu unterziehen. Die Prüfung in Eigenregie wird vor allem bei kundenspezifischen Entwicklungen von Sicherheits-Schaltgeräten zum Tragen kommen.