Antrieb auf mechatronisch

Antriebssystem - Anforderungen an Fördereinrichtungen werden anspruchsvoller. Allerdings steht für diese Aufgabe meist weniger Bauraum zur Verfügung. Mechatronische Applikationslösungen helfen weiter.

09. November 2006

Ob in der Automobil-, Lebensmittel- und Getränkeindustrie oder die ständig wachsende Flughafenlogistik, die Prozesse des innerbetrieblichen Materialflusses in den Unternehmen sind inzwischen so dynamisch, dass herkömmliche Förderanlagen an ihre Grenzen stoßen. Mit dem mechatronischen Antriebssystem Movigear bietet SEW Eurodrive eine durchaus interessante Lösungs-Alternative.

Das anlagenoptimierte, aber kompakte Gehäuse fügt sich immer noch in alle heutigen Förderanlagen problemlos ein. Auch hohe Losbrech- und Beschleunigungsmomente nach längeren Stillstandszeiten einer Anlage sind ohne Einschränkungen möglich. Die installierte Anlagenleistung kann auch deutlich reduziert werden. So sind Variantenreduzierungen und die Entwicklung und Konstruktion von Standardfördersystemen mit vorgefertigten und geprüften Standardmodulen möglich. Die Leistung wird einfach an die Applikation angepasst. Schon in der Entwurfsphase haben die Bruchsaler auf einen ganzheitlichen Entwicklungsansatz geachtet. Der hohe Systemwirkungsgrad von Movigear trägt außerdem dazu bei, die Energiekosten zu senken. Die Integration und Abstimmung aller Antriebskomponenten sollte sich in puncto Lebensdauer und Anlagenverfügbarkeit positiv auswirken.

Motor, Getriebe und Elektronik

Durch die gute Vernetzbarkeit verkürzen sich die Inbetriebnahmezeiten und sämtliche Überwachungs- und Wartungsaufgaben unterstützen sich eigenständig. Durch die funktionale Anwendersoftware werden alle Antriebsaufgaben auf sehr direkter Weise gelöst. Aber auch für den späteren Bediener hat Movigear einige Vorteile zu bieten. So sind dank der Oberflächengestaltung im ›Hygienic Design‹ auch Anwendungen im Hygienebereich möglich.

Andreas Kunze

Erschienen in Ausgabe: 08/2006