Antrieb für die Zukunft

Spezial Motion, Drives and Automation

MDA – Viele Produkte und Anwendungen der Antriebs- und Fluidtechnik auf der Motion, Drives and Automation stehen auch im Zeichen von Industrie 4.0 ...

30. März 2015

Für die Fabrik der Zukunft mit intelligenten, selbstoptimierenden und autonomen Fertigungsabläufen liefern die Hersteller von Antriebs- und Fluidtechnik Schlüsselkomponenten und ermöglichen so die durchgängige Vernetzung mit der Steuerungs- und Fertigungsebene. Ziele sind, das bestimmende Schlagwort der Industrie 4.0 greifbarer zu machen und gleichzeitig deutliche Steigerungen in Produktivität und Energieeffizienz zu erreichen.

Darum steht alle zwei Jahre die internationale Leitmesse Motion, Drive & Automation (MDA) auf der Hannover Messe im Fokus des Interesses. Hier zeigen 2015 rund 1.200 Aussteller aus 40 Ländern Produkte und Systemlösungen.

»Wir gehen davon aus, dass die Hallen mit 42.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche komplett ausgebucht sind. Dabei gibt es eine wachsende internationale Beteiligung, neben Deutschland sind vor allem Italien und China auf den Plätzen 2 und 3 sehr stark vertreten«, sagt Marc Siemering, Geschäftsbereichsleiter bei der Deutschen Messe AG. »Das große Interesse an der Messe untermauert ihre Relevanz für die beiden Bereiche. Wir bieten der Branche auf der Hannover Messe viele Synergien zu Anwenderthemen und damit eine ideale Plattform, um Geschäfte zu generieren.«

So finden Aussteller, die etwa Getriebe für Windkraftanlagen herstellen, interessante Unternehmen samt Informationen auf der Leitmesse Wind in Halle 27 oder auf der Mobilitec in Halle 25. Dort geht es um das Thema Elektromobilität und damit um hybride und elektrische Antriebstechnologien, mobile Energiespeicher und alternative Mobilitätstechnologien. Aber auch die Industrial Automation oder die ComVac, die Messe für Druckluft und Vakuumtechnik, schaffen Anknüpfungspunkte.

Klares Bekenntnis

Im Jahr 2015 wird die MDA in den neuen Messehallen 19 und 20 sowie in den Hallen 21 bis 25 ausgerichtet, zudem bekennen sich auch die Unternehmen, die in den angestammten Antriebshallen 14 bis 16 ausstellen, zu den Grundsätzen der Leitmesse.

Die Schaeffler AG ist langjähriger Aussteller der MDA: »Für die global aufgestellten Unternehmen der Antriebstechnik ist die hohe Attraktivität der Messe bei unseren internationalen Kunden und Partnern von besonderer Bedeutung. Gerade die deutsche Antriebstechnik, deren hochwertige Lösungen vom globalen Markt stark nachgefragt werden, findet in der MDA ihre ideale Plattform«, sagt Robert Schullan, Mitglied des Vorstands von Schaeffler und Vorsitzender des MDA-Präsidiums.

Zudem setzt die Hannover Messe auch 2015 wieder auf die bewährte Zusammenarbeit mit dem VDMA. Hartmut Rauen, Mitglied der VDMA-Hauptgeschäftsführung und verantwortlich für die Antriebs- und Fluidtechnik, unterstreicht ebenfalls die internationale Bedeutung der MDA: »Für die Präsentation der wichtigen Themen rund um ressourcenschonende Produktion und energieeffiziente Produkte mit hoher Leistung ist die MDA die zentrale Bühne. Hier zeigt der deutsche Maschinen- und Anlagenbau einmal mehr seine Rolle als Innovations- und Premiumanbieter mit weltweiter Nachfrage. Das gilt auch für die zentralen Leistungsbausteine der Antriebs- und Fluidtechnik zu Industrie 4.0.«

Als zentrale Plattform kann sich der Besucher auf dem MDA-Forum in Halle 24 weitergehend informieren und orientieren. Schwerpunkte sind laut VDMA Themen wie Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Industrieautomatisierung, die intelligente Fabrik, Condition Monitoring, Lebensdauerkosten und natürlich Integrated Industry.

Helfer im Alltag

DC-Motoren sind überall im Konstruktionsalltag zu finden. Darum hat Koco Motion diese unauffälligen Helfershelfer zum Fokus ihres Messeauftritts erkoren. In Smartphones sind fürs Vibrieren sogenannte Unwucht-Antriebe verbaut, bei denen Kriterien wie Energieeffizienz, miniaturisierte Bauart oder Haptik zu berücksichtigen sind.

Koco Motion hat DC-Varianten mit Durchmessern von vier bis 45 Millimetern im Programm und nimmt auch Anpassungen vor. Je nach Anforderung an Lebensdauer, EMV oder Schaltzyklen empfiehlt der Anbieter einen bürstenlosen oder bürstenbehafteten Motor und legt die passende Variante aus. Wert legt Koco Motion auf die Lagerung sowie die Belastung der Motorwelle durch Unwucht und hohe Drehzahlen. Zusammen mit dem Anwender wird das günstigste Verhältnis zwischen Durchmesser der Motorwelle und Schwungmasse ermittelt.

AMK liefert mit der neuen dezentralen Steuerung iSA mit Motion Control ein System, das komplett ohne Schaltschrank arbeitsfähig ist. Es bietet dem Konstrukteur also die Freiheit, sich auf den Produktionsprozess zu konzentrieren. Er muss keine Rücksicht auf weitere Komponenten nehmen, da alle Komponenten direkt im Maschinenmodul verbaut sind, die Schnittstellen reduzieren sich auf einen Realtime-Ethernet-Anschluss zur Aufnahme in den Steuerungsverbund und einen Drehstromanschluss.

Das Gerät umfasst eine DC-Bus-Versorgung für Servoantriebe, eine integrierte 24-Volt-Versorgung sowie die Steuerungsintelligenz inklusive Motion Control. Die Integration in die Steuerungsumgebung ist über Ethercat möglich. Mit Querkommunikation im Master-Slave-Betrieb eignet sich die Steuerung im Verbund mit anderen Steuerungen auch als Gateway für Ethernet/IP und Profibus.

Erschienen in Ausgabe: 02/2015