Antriebe mit IP67 automatisieren: das Movilink-Interface für Speedway

Das neue Speedway-Modul (767-5204), in Schutzart IP67, bindet bis zu acht Antriebe der Firma SEW-Eurodrive über das Movilink-Protokoll an den Feldbus.

21. März 2013

Für feldbusunabhängige Steuer- und Parametrierkonzepte: Als herstellerspezifisches Protokoll der Firma SEW-Eurodrive ermöglicht Movilink die Datenübertragung zwischen SEW-Antrieben und übergeordneten Automatisierungssystemen. Wago hat ein entsprechendes Modul in der Schutzart IP67 für sein I/O-System Speedway 767 entwickelt.

Mit dem neuen Movilink-Interface (767-5204) können alle relevanten Prozesswerte, zum Beispiel Drehzahl, Drehmoment, Frequenz, Stromstärke und Wirkstrom, zyklisch übertragen werden. Überdies werden verschiedene Statusinformationen, unter anderem vom Antrieb, Umrichter oder von der Kühlkörpertemperatur, azyklisch übermittelt.

Zwei 5-polige M12-Anschlüsse ermöglichen die Anbindung von bis zu acht Antrieben an einem einzigen Modul; das spart nicht nur Montageplatz und -zeit, sondern auch Kosten für zusätzliche Hardware. Darüber hinaus verfügt das Movilink-Interface über zwei weitere 5-polige M12-Anschlüsse. Hinter ihnen verbergen sich insgesamt vier parametrierbare digitale Ein-/Ausgänge für Sensoren und Aktoren. Zu den wichtigsten Konfigurationsmöglichkeiten zählen Betriebsart, Filter, Invertierung, Ersatzwertstrategie, Handbetrieb, Simulation und Diagnose.

Die Parametrierung des Speedway-Moduls (767-5204) erfolgt entweder feldbusabhängig über die Gerätebeschreibungen, zum Beispiel GSD oder GSDML, oder feldbusunabhängig über FDT/DTM. Die feldbusunabhängige Parametrierung wird über die integrierte USB-Schnittstelle der Feldbuskoppler oder über den Feldbus (gilt nur für Ethernet-basierte Koppler) durchgeführt.

Die besondere Leistungsklasse: Speedway 767 ist das modulare I/O-System von Wago für besonders herausfordernde Umgebungsbedingungen. Eingestuft in der Schutzart IP67 sorgt es auch bei schwierigen Witterungsverhältnissen für hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit – und ermöglicht die Erfassung und Ausgabe von Signalen direkt im Feld. In Sachen Geschwindigkeit, Programmierbarkeit, Parametrierbarkeit, Diagnose- und Update-Fähigkeit ist Speedway 767 mit modernen IP20-Systemen vergleichbar.

Vielfältige Diagnosemöglichkeiten: Das Movilink-Interface erkennt modulweise Kurzschlüsse der Sensor-/Aktorversorgung, Unterspannung der Modulversorgung und erfasst überdies kanalweise die Übertemperatur bei den Ausgängen.