AR für alle

Die im Herbst 2015 von PTC übernommene Augmented-Reality-Software Vuforia unterstützt mit dem neuesten Release auch Windows 10. Zudem bietet diese Entwicklungsumgebung eine neue Methode zur Codierung von URLs und anderen Daten.

16. Februar 2016

Im Herbst 2015 hatte PTC mit Vuforia den Anbieter der gleichnamigen Entwicklungsumgebung für erweiterte Realität (Augmented Reality) akquiriert. Die laut PTC über 200.000 Entwickler verwenden Vuforia, um Anwendungen zu programmieren, in denen virtuelle Objekte in die reale Umgebung eingebunden sind. Häufig werden die Anwendungen als Vertriebsunterstützung verwendet, indem Produkte in reale Umgebungen quasi eingeblendet werden.

Die Entwicklungsumgebung gibt es außer für Android und für iOS auch für die Unity Engine, eine hauptsächlich für Spiele verwendete Umgebung für 3D-Grafikanwendungen. Durch die Verwendung von Unity werden die Anwendungen betriebssystemunabhängig und laufen auch unter anderem auf Windows, Mac, Linux und Spielkonsolen. Zudem lassen sich Funktionen von Vuforia in Microsoft Visual Studio einbinden, der am weitesten verbreiteten Entwicklungsumgebung für Windows. Das ermöglicht mit Vuforia die Entwicklung von AR-Anwendungen für Windows 10.

Bei PTC erwartet man, dass Vuforia mit solchen Erweiterungen den Unternehmen zusätzliche Geschäftschancen erschließen kann. So verweist man auf einen Bericht von Juniper Research, wonach die Verwendung von AR-Apps in den Unternehmen ausgehend von 247 Mio. USD im Jahr 2014 sich bis 2019 zu einem Markt im Umfang von 2,4 Mrd. USD entwickeln wird.

"PTC ist überzeugt, dass inzwischen eine Technologie vorliegt, die die Art und Weise, wie wir interagieren und Erfahrungen sammeln, komplett verändern wird. Und dabei handelt es sich um Augmented Reality", sagt Jay Wright, Vuforia-Geschäftsführer Senior VP bei PTC. "Unser Ziel für Vuforia sehen wir darin, Erfahrungen im Bereich der erweiterten Realität jenseits aller Objekte zu vermitteln und damit die Zukunft der Arbeit von Grund auf zu verändern."