AR für alles

PTC führt beim neuen Release 6 von Vuforia die "VUMarks" ein. Diese Markierungen machen Augmented Reality einfach abrufbar.

24. August 2016

PTC hat Vuforia 6 eingeführt, ein neues Release der Entwicklungsumgebung für Augmented Reality (Erweiterte Realität). Die wichtigste Neuheit ist die Einführungen von "VUMarks". Darunter versteht man physische Markierungen, die man an Produkten und Maschinen befestigen kann, und die einen Code für Vuforia enthalten - ähnlich wie die verbreiteten VR-Codes für Smartphones. Benutzer eines Geräts mit Vuforia können diese VUMarks anpeilen und sich die zugehörigen AR-Szenen anzeigen lassen. Das können zum Beispiel Bedienungshinweise oder Zusatzinformationen sein. Solche VUMarks können die Form von Aufklebern haben oder werden schon bei der Herstellung aufgedruckt. Es gibt einen "VUMark Designer" als Erweiterung für Adobe Illustrator, mit dem Grafiker eine VUMark zum Beispiel mit einem Firmenlogo kombinieren können.

"Die physischen und digitalen Welten miteinander zu verbinden und die Benutzung von Inhalten, die diese Veränderung unterstützen ist der kritische nächste Schritt in der Gestaltung von Unternehmensarbeitsplätzen", sagt Dan Shey, Direktor und Vizepräsident bei ABI Research. "Die Verwendung von AR-Szenen und die Vergewisserung, dass die richtige Szene mit dem zugehörigen Produkt oder Objekt verknüpft ist, steigert die Effizienz und reduziert die Fehler in industriellen Umgebungen."

Vuforia unterstützt nun auch die "Universal Windows Platform" - eine Laufzeitumgebung für Anwendungen, die in Windows 10 ausgeführt werden. Dadurch läuft Vuforia auch auf der 3D-Brille Microsoft HoloLens sowie auf Tablets und anderen Geräten mit Windows 10. Entwickler, die die verbreitete Programmierumgebung Microsoft Visual Studio benutzen, können AR-Funktionen von Vuforia in ihre Software einbinden.