Arbeitsplatzsysteme fördern Integration

Unergonomisch gestaltete Arbeitsplätze sind häufig die Ursachen für gesundheitliche Probleme der Mitarbeiter. Insbesondere gilt das für Menschen mit Behinderungen. Über die Vermeidung gesundheitlicher Beeinträchtigungen hinaus gelten für Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen besondere Anforderungen.

13. Mai 2019
Arbeitsplatzsysteme fördern Integration
Minitec ist spezialisiert auf Arbeitsplatzsysteme und hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit ergonomischen Arbeitsplätzen einen Beitrag zur Integration von Menschen mit Behinderungen zur leisten. (Bild: Minitec)

Ergonomische Workstations und Werkerassistenzsysteme sind seit vielen Jahren eine Kernkompetenz von Minitec. Die Fachleute für Arbeitsplatzgestaltung entwickeln Arbeitsplatzsysteme nach neuen Erkenntnissen, auch im Hinblick auf die Anforderungen der Digitalisierung.

Insbesondere für Menschen mit Behinderungen eröffnen die Systeme neue Möglichkeiten zur beruflichen Teilhabe in Werkstätten für behinderte Menschen (WbfM). Mit Hilfe geeigneter Assistenzsysteme werden Mitarbeiter befähigt, selbständig Arbeiten durchzuführen – auch nach kurzer Einarbeitungszeit.

Das selbständige Arbeiten ist ein wichtiger Schritt hin zur Erhöhung oder Wiedererlangung der Leistungs- beziehungsweise Erwerbsfähigkeit sowie der Integration in das Arbeitsleben. Dies unterstützt oft auch eine angemessene berufliche Weiterbildung und die Weiterentwicklung der Persönlichkeit des betreffenden Mitarbeiters.

Arbeitsplätze mit System

Alle Arbeitsplatzsysteme von Minitec basieren auf dem bewährten und flexiblen Minitec-Profilbaukasten. Ein umfassendes Sortiment an Zubehör und die vollkommene Gestaltungsfreiheit des Minitec-Baukastens ermöglichen die individuelle Realisierung von Einzel- oder Teamarbeitsplätzen, die exakt den speziellen Bedürfnissen der Mitarbeiter angepasst sind.

Gerade in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) müssen die Arbeitsplätze an die besonderen Bedürfnisse und persönlichen Fähigkeiten der Beschäftigten angepasst sein. Höhenverstellbare Arbeitsplätze verhindern Verspannungen und Haltungsschäden durch falsche Sitzpositionen und erlauben das abwechselnde Arbeiten im Sitzen wie im Stehen.

Auch für Rollstuhlfahrer müssen die Workstations eine variierbare Unterfahrhöhe bieten. Gleichzeitig muss die Anordnung von Werkzeugen, Messmitteln und Werkstücken den körperlichen Gegebenheiten der Mitarbeiter anpassbar sein.

Assistenz für Werker

Die Arbeitsplätze können mit Scan2light ergänzt werden, einem System, das mit verschiedenfarbigen Leuchtsignalen dem Mitarbeiter die benötigten Bauteile im Bereitstellungsregal anzeigt. Damit ist das Erkennen der Lagerorte und der erforderlichen Stückzahl in kürzester Zeit und mit großer Sicherheit möglich. Das modular aufgebaute System ist robust und zeichnet sich durch hohe Bedienerfreundlichkeit und einfache Installation aus. Ohne Programmierkenntnisse lässt sich das System in kürzester Zeit in Betrieb nehmen.

Das Werkerassistenzsystem führt die Mitarbeiter mit Grafiken, Fotos oder Videos Schritt für Schritt durch den Arbeitsprozess. Gleichzeitig dienen die Systeme zur Qualitätsprüfung oder Dokumentation. Auch Aufträge in kleineren Losgrößen oder komplexere Aufgaben können damit umgesetzt werden.

Der Mensch und die Industrie 4.0

In der Industrie findet zurzeit eine Revolution statt, die Industrie-4.0-Technologien verändern die Arbeitswelt drastisch. Menschen mit kognitiven Einschränkungen werden im Kontext von „Industrie 4.0“ und den damit verbundenen Veränderungen in der Arbeitswelt zumeist nur ungenügend berücksichtigt. Für die WfbMs, die eng mit der Industrie zusammenarbeiten, ist diese Situation eine große Herausforderung – sie bedeutet aber auch eine Chance. Mit dieser speziellen Aufgabe befasst sich die Tochtergesellschaft Minitec Smart Solutions GmbH. Ein zentraler Aspekt ist der assistierte Bediener, dazu werden geeignete Mensch-Technik-Lösungen erforscht. Insbesondere neuartige Visualisierungs- und Interaktionstechniken, wie Augmented Reality, sollen das selbständige Arbeiten unterstützen. Dazu werden die Arbeitsplatzsysteme 4.0 mit bestehenden IT-Systemen und Technologien verbunden wie ERP, MES oder eigenen Werkzeugen und Programmen.

Die neuartigen digitalen Assistenz- und Trainingssysteme sollen die Werkstätten für behinderte Menschen in die Lage versetzen, auch in Zukunft wettbewerbsfähig als Anbieter auftreten zu können.