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Auf der Hannover Messe 2016 führt Cadfem das neue Release 17 der vielseitigen Simulationssoftware Ansys vor. Die Palette der Neuerungen reicht von der verbesserten Topologieoptimierung bis zur schnelleren Berechnung auf großen Clustern.

22. März 2016

Am Stand von Cadfem steht zur Hannover Messer 2016 vom 25. bis 29. April das neue Ansys 17 im Mittelpunkt des Interesses. Diese Software wird in vielen Branchen verwendet, um durch virtuelle Prototypen bessere Ergebnisse in der Produktentwicklung zu erzielen. Was Ansys dafür zu bieten hat, und wo die Weiterentwicklungen von Ansys 17 liegen, will man den Besuchern der Hannover Messe am Stand demonstrieren.

So geht es bei der Topologieoptimierung zum Beispiel darum, mit möglichst wenig Material maximale Steifigkeit zu erzielen. Gleichzeitig sollen global oder lokal vorgegebene Spannungen nicht überschritten werden. Zusätzlich sind die jeweils vorhandenen Fertigungsrestriktionen zu berücksichtigen, beispielsweise Hinterschnitte beim Fräsen oder Auszugsrichtungen beim Spritzguss. Bei den neuen additiven Fertigungsverfahren spielen diese fertigungsbedingten Restriktionen keine Rolle mehr. Darum lässt sich der 3D-Druck mit Topologieoptimierung gut kombinieren. Am Stand von Cadfem können die Besucher diese Möglichkeiten selbst erleben.

 

Für die Zuverlässigkeit von Produkten spielen elektronische Komponenten eine immer größere Rolle. Mit Ansys lassen sich die Layout-Daten von Elektronikentwicklungssystemen (ECAD) einfacher importieren, um diese mit dem neuartigen ECAD-Trace-Mapping zu analysieren. So lassen sich unter anderem Wärmeleitung, thermomechanische Deformation und Ermüdung untersuchen, und das auch bei größeren Skalenunterschieden, die von der Mikrostruktur der Bauelemente (Mikrometer) bis zu großflächigen, mehrlagigen Leiterplatten (Zentimeter) reichen. Ein typischer Anwendungsfall sind Lötverbindungen, die bei dauerhaften thermomechanischen Belastungen teilweise versagen.

Im Bereich der Systemsimulation erleichtert die standardisierte Modellbeschreibungssprache Modelica das Einbinden von kommerziellen Modellbibliotheken und auch dem Aufbau eigener Bibliotheken. Der Austausch von dynamischen Modellen auf Systemebene wird mit FMI 2.0 (Functional Mock-up Interface) unterstützt. Dabei werden physische, logische oder Embedded-Software-Systemkomponenten als Functional Mock-up Units (FMUs) beschrieben. Ferner wurden mit Ansys 17 die Tools zur Hochfrequenz-, Niederfrequenz- und Schaltungssimulation in eine gemeinsame Benutzeroberfläche – den „Ansys Electronics Desktop“ – ergänzt, um die gemeinsame Anwendung bei unterschiedlichen Simulationen zu erleichtern. Systemsimulation kann zum Beispiel dabei helfen, Schwingungen bei Werkzeugmaschinen zu vermindern.

Auch die Software Ansys AIM ((www.cadfem.de/aim)) wurde verbessert, zum Beispiel durch erweiterte Randbedingungen und Analyseoptionen für Ermüdung. Ansys AIM soll jedem Ingenieur die Durchführung von Produktsimulationen ermöglichen. Bei dieser Software werden mechanische, strömungsmechanische, thermische und elektrische Eigenschaften von Produkten unter der gleichen, einfacher bedienbaren Benutzeroberfläche simuliert. Auch die Arbeitsabläufe sind die gleichen trotz unterschiedlicher physikalischer Grundlagen.