Augmented Reality im Realitätscheck bei Fritzmeier Cabs

Zusammen mit dem österreichischen AR-Spezialisten Hololight (Österreich) zeigte Fritzmeier Cabs auf der Bauma 2019, dass Augmented Reality auch für die Baubranche interessant ist.

25. Juli 2019
Augmented Reality im Realitätscheck bei Fritzmeier Cabs
(Bild: Fritzmeier Cabs)

Fritzmeier Cabs ist Systemlieferant für Hersteller von Off-Highway- und Nutzfahrzeugen und fertigt Komplettbaugruppen, Verkleidungsteile sowie Systembaugruppen für Fahrerkabinen. Zur Vereinfachung von Entwicklungsprozessen nutzt der Zulieferer AR lange vor dem Serienstart, um verschiedene Varianten, Farbkombinationen oder technische Optionen zu visualisieren.

Aus verschiedenen Komponenten wie Scheinwerfer, Spiegel oder Türe kann ein Kunde festlegen, was über AR angezeigt werden soll, und außerdem aus verschiedenen Designs, Farben und Größen auswählen. Ist die gewünschte Konfiguration erreicht, lässt sich davon ein digitales Bild erstellen und beliebig weiter verarbeiten.

Ersatzteile bestellen im Arbeitsalltag

Ist ein Bauteil beschädigt, muss ein Neues her – je nach IT-Landschaft, Logistik & Co. kann dieser Prozess eine Weile dauern. Der Ansatz von Fritzmeier Cabs und Hololight geht in eine ganz andere Richtung. Mit der Funktion „Gaze-Over“ kann ein Kunde ein Bauteil auswählen. Daraufhin öffnet sich ein Infopanel mit Produkt- und Bestellinformationen, Inventarnummer und Preis. Der Kunde kann direkt bestellen und erhält die Bestätigung per Email.

Easy Repair mit AR-Anleitung

Auch Handbücher könnten bald der Vergangenheit angehören. Mittels Augmented Reality lässt sich direkt am Bauteil der Reparaturvorgang darstellen. Mit Animationen, Infopanels und – wo nötig – Sprachanweisungen sind Reparaturanleitungen zudem leichter verständlich.

BIM-Daten nutzen – auch als Schulungsinstrument

Die Nutzung von BIM-Daten in Kombination mit Sensordaten von Maschinen, Leitungsplänen und Gefährdungszonen kann – über Mixed Reality-Datenbrillen als 3D- Modell auf der realen Baustelle angezeigt – vielfältige Vorteile bringen.

Für alle Beteiligten sind sämtliche relevanten Baustelleninformationen auf einen Blick verfügbar, ohne verschiedene Pläne studieren zu müssen. Durch derart schnell und einfach verfügbare Informationen sind eine signifikante Zeitersparnis sowie effizienteres Arbeiten möglich. Ein Nebeneffekt ist ein Plus an Sicherheit und Genauigkeit, beispielsweise durch die präzise Einhaltung von Sicherheitszonen.

Die vorausschauende Planung und die Vermeidung von Fehlern – wie die Nutzung falscher Zufahrtswege, das Entstehen von Staus und langen Wartezeiten für Baumaschinen – senken unvorhergesehene Kosten für Maschinenstandzeiten oder Maschineneinsätze generell. Neue Arbeiter lassen sich deutlich schneller in die Baustellenvorgänge einarbeiten, was zu einer effizienteren Ressourcenplanung führt.

Fritzmeier Cabs hat zusammen mit der TU München, Hololight, Vemcon und MTS Maschinentechnik Schrode eine Lösung entwickelt, mit der sich AR als Schulungsinstrument für Maschinenführer auf der Baustelle nutzen lässt. Weiter sieht der Anwender Möglichkeiten in der Nutzung von Planung, Training und Praxis-Support.