Aus dem Vollen schöpfen

Igus bietet ein komplettes Chainflex -Leitungsprogramm für Robotik-Anwendungen und dreidimensionale Bewegungen ab Lager. Wie bei den Chainflex Leitungsserien für lineare Bewegungen steht auch bei den tordierbaren Leitungen die getestete Lebensdauer im Vordergrund.

07. März 2014

Da die Bewegungsabläufe in der industriellen Produktion immer komplexer werden und spezielle Leitungen für Torsionsbewegungen benötigt werden, hat Igus sein Sortiment der Chainflex CF Robot-Familie ausgebaut: Von Hybrid- und Steuerleitungen über Motor- bis hin zu Bus-, Daten- und Lichtwellenleitungen verfügt Igus über ein komplettes Leitungsprogramm für Roboter und dreidimensionale Bewegungen ab Lager.

Adern, Verseilgebinde, Schirme und Mantelwerkstoffe sind bei Torsionen stark wechselnden Belastungen ausgesetzt. Die stabilen, hoch gleitfähigen Igus -Leiterkonstruktionen werden durch Dämpfungselemente unterstützt. Diese Dämpfungselemente geben den Adern die notwendige Bewegungsfreiheit. Denn, je mehr die Leitung „zugedreht“ wird – an die Grenze der Belastung gerät – desto schwieriger wird es, die Leitung zu tordieren. Besonders hoch sind die Anforderungen bei den Schirmen. Zum einem legen die Konstrukteure unter und über den Schirm mechanisch dämpfende Elemente, damit die auf die Schirmdrähte einwirkenden Kräfte nicht zu groß werden; zum anderen werden unter den Außenmantel spezielle Gleitebenen eingearbeitet, die in der Leitung ein Gleiten der Adern untereinander sicherstellen. Zum Schluss schützen hoch abriebfeste und halogenfreie PUR- oder TPE-Mäntel die torsionsoptimierten Verseilelemente vor möglichen Beschädigungen. Diese besonderen Konstruktionsaufbauten garantieren, dass sogar Glaslichtwellenleiter in Torsionsanwendungen sicher funktionieren. Dies haben Tests mit 27 Millionen Torsionsbewegungen bewiesen.

Um die bei Torsionsbewegungen anfallenden Kräfte bewerten zu können, werden Torsions-Normtests durchgeführt: Im eigenen Testlabor werden alle Roboterleitungstypen mit einem Dreh- und Festpunktabstand von einem Meter beidseitig befestigt und mit einem Torsionswinkel von ±180° mindestens drei Millionen Mal tordiert. Die ständig mit dem Auto Mess-System elektrisch überwachten Leitungen werden anschließend zerlegt, um eventuell entstandene Beschädigungen auch an den nicht messbaren Elementen bewerten zu können. Nur wenn die Torsions-Normtest geprüften Leitungen keine funktionsgefährdenden Beschädigungen aufweisen, werden sie in das Chainflex CF Robot-Programm aufgenommen.

Anschaulich wird der Torsions-Normtest im Video. Klicken Sie hier.