Ausbau des Ex-Schutz-Programms

Sicherheits-Relaisbausteine für den Explosionsschutz

16. Juni 2010

Nicht nur in der Chemieindustrie sind die Anforderungen des Explosionsschutzes zu beachten. Auch in vielen Bereichen der Nahrungsmittelproduktion besteht Explosionsrisiko, denn alle organischen Stäube sind als Staub-Luft-Gemisch in einer gewissen Konzentration entzündlich. Dasselbe gilt für Stäube der Leichtmetalle Aluminium und Magnesium, die z. B. in der Automobilindustrie immer häufiger verarbeitet werden.

Die Schmersal Gruppe erweitert sukzessive ihr Programm an Schaltgeräten für explosionsgefährdete Bereiche und stellte auf der Automatica zwei Sicherheits-Relaisbausteine der Protect SRB-Baureihe vor, die sich durch ihre roten Frontdeckel von den anderen Bausteinen unterscheiden und als zugehöriges Betriebsmittel angeschlossene Sensoren, die in den Ex-Zonen 1/2 (Gas-Ex) und 21 /22 (Staub-Ex) installiert sind, mit der Zündschutzart „Eigensicherheit“ (Ex i) überwachen können. Zusätzlich können die SRB-Bausteine selbst auch in gasexplosionsgefährdeten Bereichen der Zone 2 installiert werden.

Der Baustein SRB 101 EXi eignet sich u. a. für die sichere Signalverarbeitung eines Not-Halt-Befehlsgerätes bzw. eines Sicherheitsschalters an der Schutztür von Maschinen und Anlagen. Dank einer Baubreite von 22,5 mm lässt er sich platzsparend im Schaltschrank unterbringen, und trotz seiner Kompaktheit bietet er interessante Komfort- und Sicherheitsfunktionen.

So erkennt die Ansteuerung Drahtbrüche, Querschlüsse und Erdschlüsse im Überwachungskreis, und LEDs zeigen den aktuellen Betriebszustand an. Bei einer zweikanaligen Signalverarbeitung kann in Verbindung mit der Sensorik Performance Level „e“ gemäß DIN EN ISO 13849-1 erreicht werden.

Neben der sicheren Signalverarbeitung mit der Funktionalität eines Trennschaltverstärkers verfügt die Auswerteschaltung über eine sichere, redundant aufgebaute Abschaltebene. Durch die selbstüberwachende Schaltungstechnik können mit der zur Verfügung gestellten Sicherheitsfreigabe u. a. gefahrbringende Bewegungen ohne zusätzliche Maßnahmen zur funktionalen Sicherheit abgeschaltet werden.