Ausdruck dank Überdruck

R. Stahl liefert Ex p-Lösung für Drucker

27. März 2012

Ein schneller Ausdruck von Etiketten kam bislang in explosionsgefährdeten Anlagenbereichen kaum in Frage: Es fehlte an der nötigen geschützten Hardware oder geeigneten Schutzkonzepten für Standardgeräte. Mit einem herkömmlichen Drucker in einem Gehäuse der Zündschutzart Ex p („Überdruckkapselung“) schafft R. Stahl hier Abhilfe. Diese Lösung setzt sich aus einem Standarddrucker und einem neu entwickelten Gehäuse zusammen. Nutzer können hiermit nun problemlos Druckaufträge in Ex-Bereichen abwickeln. Die gedruckten Etiketten lassen sich einfach durch eine frontseitige Tür entnehmen, ohne dass dafür der Drucker abgeschaltet werden muss. Zudem ist das Gehäuse mit einer seitlichen Tür und einem ausziehbaren Boden mit Griff ausgestattet, die einen leichten Zugriff für Wartungsarbeiten gewährleisten.

Die Zündschutzart Ex p wird erreicht, indem erstens in einem geschlossenen Gehäuse vorhandene explosionsfähige Gase ausgespült werden und zweitens anschließend ein Überdruck gegenüber der umgebenden Atmosphäre erzeugt und gehalten wird. Bedingt durch den höheren Druck im Gehäuseinneren gegenüber der Atmosphäre können zu keinem Zeitpunkt explosionsfähige Gase aus der Umgebung ins Innere vordringen. Dies wird erzielt durch die korrekte Kombination von Spülgasdurchfluss, Gehäuseabmessungen und Größe der frontseitigen Tür. Rund um den eingebauten herkömmlichen Drucker, der eine elektrische und thermische Zündquelle darstellt, wird im Gehäuse damit ein gefahrloser Bereich geschaffen. Es ist dank dieser Schutzart also nicht erforderlich, beim Drucker zwingend auf eine Begrenzung des Energiebedarfs oder auf sonstige für den Ex-Schutz wichtige Aspekte zu achten. Zudem bietet dieses Überdruckgehäuse Vorteile hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit: Ohne Schwierigkeiten lassen sich beispielsweise größere Fenster einsetzen, die einen besonders guten Durchblick auf Anzeigen am Drucker im Schrankinneren erlauben. Ein weiterer Vorteil sind die variablen Gehäuseabmessungen der Lösung, die den Einsatz von größeren Druckern bzw. die Verwendung von größeren Etiketten ermöglichen.