»Aussteller der ersten Stunde«

Blickpunkt

Fragen an Michael Blaß - Im Herzen des europäischen Maschinen- und Anlagenbaus gelegen ist die Motek in Stuttgart für den Prokuristen und Vertriebsleiter von Igus ein Muss.

20. September 2011

Herr Blass, Igus ist ja ein alter Hase auf der Motek, was zieht Sie immer wieder dorthin, welche Bedeutung hat die Messe für Igus?

Igus ist Aussteller der ersten Stunde. Diese Messe hat eine ganz tolle Entwicklung genommen. Die Motek liegt im Herzen des europäischen Maschinen- und Anlagenbaus und ist für uns als Komponentenhersteller und Partner natürlich ein Muss. In den vielen guten Gesprächen lernen wir immer wieder von unseren Kunden, was uns zusätzliche kreative Impulse gibt.

Welchen Schwerpunkt setzen Sie 2011? Gibt es wieder ein Motto?

Unter dem Motto »Igus’ Grüne Neune« veranschaulichen wir verschiedene Themen, die aktuell bewegen. Nur ein paar Stichworte: »grüne« Portale, Drehbewegungen bis zu 7.000 Grad, Prozesskosten senken mit neuen Internet-Werkzeugen, Montagezeiten weiter reduzieren, völliger Verzicht auf Schmiermittel.

Wo sehen Sie Bedarf beim Maschinenbau und neue Ansatzpunkte?

Der deutsche Maschinenbau ist hoch flexibel und hat sich erfolgreich neu ausgerichtet für die Herausforderungen der globalisierten Märkte. Wenn wir es schaffen, weiterhin Knowhow-Motor zu bleiben, mache ich mir wenig Sorgen.

Welche Neuentwicklungen stehen im Fokus?

Wir zeigen über 80 Neuheiten. Das reicht vom extrem vibrationsarmen, laufruhigen System »E6.1« bis hin zu tordierbaren Spezialleitungen für Roboter, jetzt mit UL/CSA. Auch haben wir unser Programm an konfektionierten Antriebsleitungen noch weiter ausgebaut. Von besonderem Interesse ist zudem unsere intelligente Förderkette »pikchain«. Als erste kontinuierlich umlaufende Kette mit integrierter Energie- und Datenversorgung macht sie Pick&Place um ein Vielfaches effizienter. Weiter zeigen wir unter anderem schmier- und wartungsfreie Linearachsen jetzt anschlussfertig mit Motor.

Wie könnte die Energiekette aussehen, die Sie 2015 präsentieren, wo liegen also die Trends?

Augenzwinkernd: Wir arbeiten an einer nahezu unsichtbaren und sich selbst montierenden Energiekette, superleicht und -schnell sowieso. Die Pläne werden aktuell ausgearbeitet bei Kölsch und gemeinsamem Schunkeln in der Konstruktion. Im Ernst: Betriebsgeheimnis – unsere Kunden dürfen gespannt bleiben.

Die Fragen stellte Michael Kleine

Zur Person

Michael Blass startete 1990 als Regional Produkt Manager bei Igus. Ab 1995 war er fünf Jahre Sales als Manager in der Niederlassung in Italien tätig. Heute ist er Prokurist und Vertriebsleiter Energiezuführungssysteme bei dem Kölner Kunststofftechnik-Spezialisten.

Igus stellt unter anderem Energiekettensysteme mit Spezialleitungen her sowie Gleitlager, Gelenklager und Kugellager aus tribologisch optimierten Polymeren.

Eine weitere wichtige Sparte bei Igus ist die Lineartechnik.

Das Unternehmen bietet über 80.000 Produkte lieferbar ab Lager in 24 Stunden oder am gleichen Tag.

Erschienen in Ausgabe: 07/2011