Axiale Zweireiher

Schrägkugellager DRF eignen sich für den Einsatz in Werkzeugmaschinen

11. Juni 2007

Eine Kombination aus radialen und axialen Kräften, wie sie in modernen Werkzeugmaschinen auf Gewindespindeln einwirkt, stellt hohe Anforderungen an die eingesetzten Lager.

Die DRF-Schrägkugellager von Rodriguez haben einen Druck- oder Berührungswinkel von 60°. Ein Winkel dieser Größe bedeutet auch eine hohe axiale Tragfähigkeit. In Gewindespindeln ist die axiale Festigkeit von entscheidender Bedeutung, weshalb die DRF-Lager für diesen Einsatz prädestiniert sind. Darüber hinaus können DRF-Lager als Doppellager eingesetzt werden. Sie haben gegeneinander versetzte Laufbahnen im Innen- und Außenring in Richtung der Lagerachse und können deshalb gleichzeitig Radial- und Axialbelastungen aufnehmen. DRF-Lager erfüllen eine der typischen Anforderungen des Werkzeugmaschinenbaus nach minimierten Montagezeiten.

Die DRF-Lager bestehen aus dickwandigen, formstabilen Außenringen mit M6- oder M8-Durchgangsbohrungen zum Anflanschen. DRF steht für doppelreihiges Flanschlager. Bei diesen Lagern sind Innen- und Außenring so aufeinander abgestimmt, dass mit einer Präzisions-Nutmutter eine definierte Vorspannung erreicht wird. Für ein exaktes Ausrichten des Lagers ist dann lediglich das Verfahren der Mutter am Gewindetrieb in die beiden Endpositionen erforderlich. Die Lage der Spindel liefert beim Ausrichten den Referenzwert.

DRF-Lager sind in vier Baugrößen (DRF-1560-2RS, DRF-1762-2RS, DRF-2068-2RS, DRF-2575-2RS) verfügbar. Bei 60 bis 75 Millimetern Außendurchmesser betragen die Innendurchmesser 15 bis 25 Millimeter. Ausgeliefert werden sie einbaufertig und vorgeschmiert. Weitere, in Kürze lieferbare Lagergrößen sind zurzeit in Produktion.

Gunther Schulz, Geschäftsführer der R.A. Rodriguez GmbH in Eschweiler, sieht in den DRF-Lagern einen „wesentlichen Beitrag zur Konstruktion und Montage genauer, steifer und tragfähiger Lagerungen“. Da sie obendrein wartungsarm und montagefreundlich sind, sind sie „prädestiniert für hochdynamische Betriebszustände, die heute von Linearantrieben mit Gewindespindeln erwartet werden.“