Balluff erzielt Rekordwachstum

Das Industrial Internet of Things (IIoT) sorgt auf den Fildern für zufriedene Mienen: Die hohe Nachfrage nach Automatisierungslösungen in der Industrie hat bei Balluff in 2017 zu einem Rekordwachstum geführt. Zusammen mit den Umsätzen von zwei in 2017 integrierten Unternehmen legte der Sensor- und Automatisierungsspezialist aus Neuhausen bei Stuttgart um 21,4 Prozent auf 459 Mio. Euro zu (2016: 378)

20. April 2018

Selbst ohne die beiden neuen Unternehmen hätte es mit einem Plus von 16 Prozent für einen Rekordwert gereicht. „Dass wir unser für 2019 formuliertes Umsatzziel von 500 Mio. Euro wie geplant überschreiten werden, ist jetzt schon klar – die Frage ist nur, wann genau“, sagte Geschäftsführerin Katrin Stegmaier-Hermle am Mittwoch bei der Vorstellung der Bilanzzahlen. Die Balluff Gruppe beschäftigt weltweit 3600 Mitarbeiter. Das sind rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. 1300 dieser Mitarbeiter arbeiten in Deutschland, und allein am Stammsitz Neuhausen sind in den vergangenen zwei Jahren 100 Mitarbeiter neu hinzugekommen.

„Diese Entwicklung freut uns natürlich“, sagte Stegmaier-Hermle. „Wir liefern mit unseren Lösungen die Basis für die Digitalisierung in der Industrie und arbeiten daher natürlich in einem absoluten Wachstumssegment. Aber – und das freut uns besonders – wir gewinnen darüber hinaus auch noch Marktanteile.“ Die Umsatzrentabilität hat sich von neun Prozent im Jahr 2016 noch einmal leicht auf aktuell 10,5 Prozent verbessert.

 

Wachsender Automatisierungsdruck in vielen Branchen

Die Geschäftsführerin nannte fünf Gründe für das starke Ergebnis: die positive Marktentwicklung weltweit, ein besonders starkes Wachstum in wichtigen Branchen wie der Automobil-, Verpackungs-, Lebensmittel und Getränkeindustrie sowie bei den Maschinen- und Anlagenbauern, den allgemein wachsenden Automatisierungsdruck in vielen weiteren Branchen, die gute Lieferperformance von Balluff und die 2017 erfolgte Integration der Unternehmen iss innovative software services und Matrix Vision in die Balluff Gruppe. Die beiden Neuzugänge haben etwa 20 Mio. Euro zum Umsatzanstieg beigetragen.

Ein rundum positives Bild zeichnete Stegmaier-Hermle auch vom ersten Quartal 2018. Das Wachstum sei mit rund neun Prozent nach wie vor sehr stark. Die weiterhin positive wirtschaftliche Entwicklung und die aktuelle Auftragslage stimmten Balluff für das Gesamtjahr 2018 optimistisch. Die Balluff Gruppe steht auf einem äußerst stabilen finanziellen Fundament: Die Eigenkapitalquote ist mit 76 Prozent weiterhin extrem hoch, und das Banken-Rating von AAA+ ist das beste, das ein Unternehmen dieser Größenordnung erreichen kann. Zudem investiert Balluff mit einer Quote von 13,3 Prozent für Forschung und Entwicklung sehr viel in den zukünftigen Erfolg.

Das damit verbundene Ziel nannte Geschäftsführer Michel Unger: „Wir haben den Gruppenumsatz in den vergangenen sieben Jahren verdoppelt, und wir streben eine weitere Verdopplung in den kommenden fünf bis sieben Jahren an. Dafür muss sich die Organisation stetig weiterentwickeln. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die Weichen für die Zukunft zu stellen – und das haben wir getan.“ Unger stellte die Ausrichtung des Unternehmens mit einem klaren Fokus auf die Anforderungen der wichtigsten Hauptindustrien vor. Die Balluff Gruppe ist jetzt in sieben Geschäftsbereiche gegliedert. Drei davon fassen alle Lösungen für die Hauptindustrien Mobility, Packaging, Food & Beverage sowie Machine & Plant Engineering jeweils in einer organisatorischen Einheit zusammen. Darüber hinaus gibt es mit Marketing & Sales, Technology, Supply Chain sowie Services, Finance & Quality vier weitere Bereiche. Jeder der sieben Bereiche hat eine eigene Leitung, die zusammen die erweiterte Geschäftsleitung bilden.

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